Lichtinstallation bis zum 26. Dezember
„Weihnachtslichter“ begeistern die Besucher

Warendorf -

„Das macht doch mal Hoffnung“, sagte eine Frau, die den Schriftzug „Alles wird gut“ auf der Laurentiuskirche dann auch prompt mit ihrem Handy ablichtete. Viele Familien machten sich auf die Suche nach den Lichtern oder Schlagworten wie „Geborgenheit“, „Mut“ oder „Respekt“, die auf Gebäude und Straßen geworfen wurden, um nach wenigen Sekunden Platz für ein neues Schlagwort zu machen. Pünktlich zum ersten Adventssonntag hüllt sich Warendorf in ein ganz besonderes Licht. Mit dem Sonnenuntergang gingen am frühen Abend die „Warendorfer Weihnachtslichter“ an.

Montag, 30.11.2020, 15:39 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:15 Uhr
Freckenhorst
Freckenhorst Foto: Andreas Engbert

Pünktlich zum ersten Adventssonntag hüllt sich Warendorf in ein ganz besonderes Licht. Mit dem Sonnenuntergang gingen am frühen Abend die „Warendorfer Weihnachtslichter“ an. Das Konzept, die Lichter an vielen Stellen dezentral zu installieren, um Gedränge zu vermeiden, ging dabei weitestgehend auf. Die Besucher zeigten sich durch die Bank begeistert von den Installationen.

„Das macht doch mal Hoffnung“, sagte eine Frau, die den Schriftzug „Alles wird gut“ auf der Laurentiuskirche dann auch prompt mit ihrem Handy ablichtete. Viele Familien machten sich auf die Suche nach den Lichtern oder Schlagworten wie „Geborgenheit“, „Mut“ oder „Respekt“, die auf Gebäude und Straßen geworfen wurden, um nach wenigen Sekunden Platz für ein neues Schlagwort zu machen.

Die Besucher betreten Kreidekreise auf dem Kirchplatz und lösen den Lichtwechsel zum Regenbogen selber aus. Eine besondere technische Herausforderung bestand darin, die schweren Scheinwerfer in die engen und schwer zugänglichen Kirchtürme zu transportieren. „Die tatkräftige Mitwirkung der Kollegen des städtischen Bauhofs und des Theaters am Wall hat dieses Unterfangen überhaupt erst möglich gemacht“, freute sich Projektleiter André Auer über die Unterstützung.

Im Gespräch mit dem in Warendorf lebenden Lichtdesigner Michael Kantrowitsch wurde die Idee entwickelt, Häuserfassaden in den Straßen der Altstadt mit Lichtworten zu beleuchten. „Hoffen, retten, träumen“ – diese und andere „Lichtworte“ sollen Bezug nehmen auf Werte und Empfindungen, die im Corona-Jahr besondere Bedeutung bekommen haben. Gleichzeitig stehen sie in Bezug auf die Friedensbotschaft des Weihnachtsfestes. Die Lichtstimmungen am Münstertor, in der Fußgängerzone und an der Laurentiuskirche werden durch die Passanten ausgelöst: „Ohne Menschen keine Veränderungen. Wir sind nicht ohnmächtig. Jeder einzelne von uns ist fähig, die Worte sichtbar und lebendig werden zu lassen“, erläutert Kantrowitsch den interaktiven Ansatz.

Staunend schlenderte auch Bürgermeister Peter Horstmann am Abend durch die Innenstadt. „Ich bin begeistert, dass diese einmalige Lichtinstallation in so kurzer Zeit so eindrucksvoll gelungen ist“, sagt er.

Wer den Auftakt zu den „Weihnachtslichtern“ verpasst hat, hat noch bis zum 26. Dezember jeden Abend von 16 bis 23 Uhr Gelegenheit, sie zu erleben. Es gibt auch einen digitalen Rundgang in der App „Digiwalk“.

 

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