Corona erschwert die Zusammenarbeit
Improvisation beim Krippenaufbau

warendorf -

Der Krippenaufbau musste aufgrund der Coronapandemie in vielen Kirchen ganz anders stattfinden. Doch das hatte nicht nur negative Auswirkungen.

Samstag, 02.01.2021, 13:33 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 13:40 Uhr
In der Laurentiuskirche sieht die Krippe dieses Jahr anders aus: Der Unterbau fehlt. Dadurch konnte der Bachlauf nicht gesetzt werden. Auch auf einige Bäume verzichtete das Aufbauteam, sodass die Figuren besser zur Geltung kommen.
In der Laurentiuskirche sieht die Krippe dieses Jahr anders aus: Der Unterbau fehlt. Dadurch konnte der Bachlauf nicht gesetzt werden. Auch auf einige Bäume verzichtete das Aufbauteam, sodass die Figuren besser zur Geltung kommen. Foto: Rebecca Lek

Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen hatten tatsächlich Auswirkungen auf den Aufbauprozess der Weihnachtskrippen, wenn auch nicht so extrem wie in dem humoristischen Beitrag auf dieser Seite beschrieben. Besonders deutlich werden die Auswirkungen bei der Szenerie in der St. Laurentiuskirche.

Steht die Krippe sonst etwas aufgebockt, sodass man diese auch von den Bänken aus gut sehen kann, musste sie in diesem Jahr auf dem Boden aufgebaut werden. Der Grund ist ziemlich simpel: Der Unterbau muss von vielen Personen bewältigt werden. Um sich an die Corona-Schutzverordnung und die damit verbunden Kontaktbeschränkungen halten zu können, hat sich die Laurentiusgemeinde dafür entschieden, in diesem Jahr auf den Unterbau zu verzichten. „Es ist schwerer aufzubauen als man denkt. Wir haben insbesondere viele Familien die bei dem Aufbau helfen. Es handelt sich um eine gewachsene Entscheidung des Helferteams, auf den Unterbau zu verzichten“, erklärt Andrea Webers , Pfarrsekretärin.

Bis die Krippe stand, vergingen einige Tage, denn die Helfer konnten größtenteils nicht parallel arbeiten, sondern mussten sich immer wieder abwechseln.

Gleichzeitig zieht Webers auch eine positive Bilanz aus der coronabedingten Umgestaltung. „Besonders für die Kinder ist das Ebenerdige natürlich toll. Sie sind ganz nah am Geschehen und können dieses Mal alles ganz genau betrachten“, schwärmt die Pfarrsekretärin. Genau dieses Feedback erhielt auch Karl Kleingräber, der für den Aufbau verantwortlich ist. In welcher Form die Krippe im nächsten Jahr aufgebaut wird, möchte er daher gemeinsam mit der Gemeinde entscheiden – für sein Team sind beide Varianten machbar.

Auch in der Josefkirche musste umdisponiert werden. Der Küster mit seinem Helferteam entschied sich für eine andere, komprimiertere Ausrichtung der Krippe. „Mit unserer Kommunionordnung, bei der wir Bierzelttische verwenden, war das vom Platz her nicht anders möglich“, erklärt Webers die Entscheidung. Von den Gemeindemitgliedern gibt es hier ebenfalls überwiegend positive Rückmeldung, sodass überlegt wird, den neuen Aufbau auch in den nächsten Jahren beizubehalten.

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