Modehaus Ebbers beteiligt sich an Protestaktion
„Wir machen auf_merksam“

Warendorf -

„Wir machen auf_merksam“ – unter diesem Thema hat der lokale Einzelhandel auch in Warendorf eine Aktion gestartet.

Montag, 11.01.2021, 21:27 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 21:30 Uhr
Die Schließung durch den Lockdown ist für viele Einzelhändler existenzbedrohend. Das Modehaus Ebbers beteiligt sich bei der Kampagne „Wir machen auf_merksam“, um dem Handel eine Stimme zu geben. Das Foto zeigt (v.l.) Christoph Berger (Inhaber Ebbers), Finja Ostermann und Tanja Slomski.
Die Schließung durch den Lockdown ist für viele Einzelhändler existenzbedrohend. Das Modehaus Ebbers beteiligt sich bei der Kampagne „Wir machen auf_merksam“, um dem Handel eine Stimme zu geben. Das Foto zeigt (v.l.) Christoph Berger (Inhaber Ebbers), Finja Ostermann und Tanja Slomski. Foto: Rebecca Lek

„Die Politik schätzt den Umsatzverlust des Handels als zu harmlos ein“, meint Christoph Berger vom Modehaus Ebbers. Während die Gastronomie für November und Dezember auch Umsatzeinbußen erstattet bekommen hat, durfte der Handel nur auf die Überbrückungshilfe drei zugreifen – dabei werden ausschließlich anteilig Fixkosten gedeckt.

„Die saisonale, modische Ware wird überhaupt nicht berücksichtigt“, erläutert Berger das Problem. Nachdem er rund 30 000 Kleidungsstücke weniger verkaufen konnte als im Vorjahr, hat er die Mode nun im Lager liegen. „Die Trendfarben ändern sich schnell. Wollen die Leute im Herbst/Winter noch die Mode aus der letzten Saison? Wir haben in dem Sinne verderbliche Waren“.

Mit der Aktion „Wir machen auf_merksam“ soll insbesondere ein Weckruf an die Politik gestartet werden. Die Forderung lautet entweder die Öffnung des lokalen Einzelhandels oder eine angemessene Entschädigung, um den Lockdown zu überleben. „Wir haben viel in Hygienemaßnahmen investiert, um unsere Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Ich sehe das Problem nicht bei uns“, stellt der Inhaber des Modehauses klar.

Große Banner schmücken nun die Fassade an der Münsterstraße. Die Aktion soll viral gehen: die Mitarbeiter und Inhaber der Geschäfte sollen sich mit den Plakaten fotografieren und über die sozialen Medien verbreiten.

Berger hofft entsprechend darauf, dass möglichst viele Händler mit machen. Auch Taifun und C&A in Warendorf wollen sich an der Aktion beteiligen.

Gleichzeitig bezweifelt er, dass eine schnelle Öffnung realistisch ist: einige Bundesländer haben den Lockdown bereits in den Februar hin-ein verlängert.

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