Seltener Einsatz für Feuerwehr
Ein Baum hielt den anderen fest

Warendorf -

Ein in die Ems gestürzter Baum leistete der Feuerwehr Donnerstag „Amtshilfe“: Ein langer Eichenstamm verkantete sich in ihm. Der hätte flussabwärts Riesenschaden anrichten können.

Donnerstag, 04.02.2021, 19:16 Uhr
Die Kräfte sicherten den Stamm – kein alltäglicher Einsatz
Die Kräfte sicherten den Stamm – kein alltäglicher Einsatz

Ein umgestürzter Baum kann nicht nur Schäden anrichten, sondern hat auch einen größeren materiellen Schaden im weiteren Verlauf möglicherweise verhindert. Das mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Warendorf am Donnerstag feststellen.

Mittags wurden die Löschzüge 1&2 vom Standort Holzbach zur Ems alarmiert. Passanten meldeten einen umgestürzten Baum, der zwischen den Brücken Alte Herrlichkeit und B 475 in der Ems lag, der wiederum einen dicken und ca. 20 Meter langen angetriebenen Eichenstamm in seinem Geäst festhielt. Aufgrund des hohen Wasserstandes der Ems und der damit verbundenen starken Strömung bestand jederzeit die Gefahr, dass der Baumstamm sich wieder löst und weiter flussabwärts treibt.

Allein durch die Größe und des hohen Gewichts des nassen Eichenstamms hätte dieser spätestens bei unglücklichen Verlauf am HoT großen Schaden am gerade reparierten Wehr verursacht. Eine Bergung an dieser Stelle hätte auch die Feuerwehr vor eine noch schwierigere Aufgabe gestellt.

An der Überlaufschwelle zwischen Ems und Emssee, wurde das Mehrzweckboot der Feuerwehr zu Wasser gelassen.

An der Einsatzstelle rüstete sich parallel ein Feuerwehrmann mit einem Wasserrettungsanzug aus. Den Einsatzkräften gelang es, den Baumstamm im Wasser zu sichern und anschließend am Ufer flussabwärts entlang bis zur Brücke der B 475 zu begleiten. An der Brücke war bereits ein Bagger des Baubetriebshofes positioniert. Von dort wurde der Stamm aus dem Wasser geholt und gesichert. Zahlreiche Passanten hatten sich derweil die Bergungsaktion vom gegenüberliegenden Ufer angeschaut und den Einsatzkräften applaudiert.

17 Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung vom Einheitsführer Christian Erpenbeck waren bis 14.30 Uhr vor Ort im Einsatz.

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