Verband würdigt Emsrenaturierung
Prädikat „Gewässer-Verbesserer“

Warendorf / Berlin -

Kurz nach Fertigstellung stand fest: Die Renaturierung der Ems an der Herrlichkeit ist gelungen. Fand auch der Deutsche Angelfischerverband in Berlin.

Dienstag, 23.02.2021, 06:30 Uhr
Wie eine natürliche Flussaue: die Ems nach der Renaturierung mit Mulden, Schleifen und Steilufern.
Wie eine natürliche Flussaue: die Ems nach der Renaturierung mit Mulden, Schleifen und Steilufern. Foto: Klaus-Peter Kranke

Der Kreisfischerei-Verein e. V. von 1885 Warendorf / Ems ist ausgezeichnet: Eine Initiative in Kooperation mit dem Deutschen Angelfischerverband in Berlin hat ihn für den naturnahen Emsrückbau an der Herrlichkeit zum „Gewässer-Verbesserer“ für Dezember 2020 gekürt.

Anfang Dezember war die ein einjährige Umbauarbeit beendet, Dutzende Gäste und Interessenten durch den Matsch gelaufen um zu beobachten, wie die Ems die künstlich angelegten Flussschleifen nach dem Durchstich eines letzten Walls flutete.

Wir sind alle ehrenamtlich tätig – Geld können wir immer gebrauchen.

Vorsitzender Klaus-Peter Kranke

Drei solche Schleifen hatte die beauftragte Firma auf der rund sechs Hektar großen Fläche geschaffen. Randdenken und Flutmulden, wie sie ein natürlicher Fluss hat, kamen hinzu. Darüber hinaus wurde ein Altarm angebunden und eine Verbindung zwischen ihm Altarm und dem Nördlichen Talgraben geschaffen.

„Das Projekt war nur möglich, da Josef Besselmann die Fläche kostenfrei zur Verfügung stellte und das Büro Andreas Vollmer, neben anderen Projektbeteiligten, uns hilfreich und professionell unterstützt haben“, zitiert der Dachverband Klaus-Peter Kranke auf seine Internetseite. Es hatte von der Projektidee 2015 bis zur Plangenehmigung im August 2018 viel Arbeit gekostet, das Vorhaben genehmigt zu bekommen. Kranke und seine Projektpartner legten viel wert auf Information, weil ein beliebter Weg neu angelegt werden würde.

Gekostet hatten die 1,4 Kilometer neues Emsbett mit der Bewegung von 70 000 Tonnern Erdreich und dem Einbau von 80 Totholz-Bäumen rund 900 000 Euro, gefördert vom Land.

70 000 Tonnen Erdboden bewegt

„Wir vom Deutschen Angelfischverband schätzen ein solches Engagement sehr und freuen uns, den Angelverein Kreisfischerei-Verein e.V. und die erfolgreiche Renaturierung an der Ems mit dem Titel ,Gewässer-Verbesserer‘ auszeichnen zu können, so Dachverbandspräsidentin Dr. Christel Happach-Kasan, „es ist uns ein Anliegen mit dem Projekt Gewässer-Verbesserer das vielfältige ehrenamtliche Engagement der organisierten Anglerinnen und Angler in Deutschland mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.“

Was aus den 500 Euro Preisgeld wird? „Wir sind alle ehrenamtlich tätig – Geld können wir immer gebrauchen“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus-Peter Kranke im WN-Gespräch – hörbar stolz.

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