Anmeldung zu weiterführenden Schulen
Gesamtschule nur fünfzügig?

Warendorf -

Verliert die Gesamtschule in Warendorf Schüler? Konnte die Schule in den vergangenen Jahren immer sechs, mit Ausnahmeregelung sogar sieben Eingangsklassen bilden, werden es in diesem Jahr wohl nur fünf sein. Was beim jüngsten Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen in der Kreisstadt auffällt: Eltern melden ihre Kinder mit einer klaren Realschulempfehlung lieber am Gymnasium als an der Gesamtschule an.

Dienstag, 23.02.2021, 12:12 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 14:48 Uhr
Das Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen der Stadt Warendorf ist zu Ende gegangen. Von den acht Warendorfer Grundschulstandorten wechseln in diesem Jahr 346 (Vorjahr 314) Schüler auf die weiterführenden Schulen.
Das Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen der Stadt Warendorf ist zu Ende gegangen. Von den acht Warendorfer Grundschulstandorten wechseln in diesem Jahr 346 (Vorjahr 314) Schüler auf die weiterführenden Schulen. Foto: dpa

Das Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen der Stadt Warendorf ist zu Ende gegangen. Was dabei auffällt: Das Gymnasium Laurentianum, wo der Ganztagsunterricht obligatorisch ist, konnte gegenüber dem Vorjahr (nur 59 Anmeldungen) deutlich aufholen. 95 Schüler wurden hier für die Eingangsklasse 5 gemeldet. Das bedeutet drei Klassen. Was auch auffällt: unter den 95 Schülern sind 13 mit einer „klaren Realschulempfehlung“.

Am Mariengymnasium mit seinem offen Ganztagsangebot wurden 134 Schüler (Vorjahr 116) angemeldet. Hier ist noch offen, ob vier oder fünf Züge gebildet werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Bei der Gesamtschule verteilen sich 117 Schüler (Vorjahr 133) auf fünf oder sechs Eingangsklassen. Die Verwaltung erwartet noch einige Um- und Nachmeldungen. Der Blick ist auf die Gesamtschule gerichtet, die in der Vergangenheit immer sechs oder sogar sieben Klassenzüge hatte. Es scheint so, als musste die Gesamtschule Schüler an die beiden grundständigen Gymnasien abgeben. Das unterstreicht auch, dass Eltern ihre Kinder mit einer klaren Realschule nicht zur Gesamtschule, sondern zum Gymnasium schicken. Die Verwaltung blickt auch in die Region. Noch ist das Anmeldeverfahren an der Verbundschule in Everswinkel nicht abgeschlossen. Erfahrungsgemäß besuchen Schüler aus Freckenhorst und Hoetmar die Schule in der Nachbargemeinde – auch wegen der guten Verkehrsanbindung. In Everswinkel gibt es noch eine eigenständige Haupt- und Realschule unter einem Dach.

Die gymnasiale Oberstufe (Einführungsphase) steuern am Gymnasium Laurentianum 35 Schüler, am Mariengymnasium ein Schüler und an der Gesamtschule 24 Schüler an. Sie kommen alle von außerhalb an die Schulen.

Von den acht Warendorfer Grundschulstandorten wechseln in diesem Jahr 346 (Vorjahr 314) Schüler auf die weiterführenden Schulen. Rein rechnerisch ist das gegenüber dem Vorjahr eine Klasse mehr. Nach dem Schulentwicklungsplan wird diese Zahl in den nächsten zehn Jahren weitestgehend stabil bleiben.

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