Ausstellung mit Sigrid Kantner
Künstlerin durchbricht Ordnung

Warendorf -

Auch oder gerade in Corona-Zeiten ist die Kunst ein wichtiger Teil des Lebens. Die Künsterlin Sigrid Kantner stellt aktuell in der Galerie in der Königsstraße ihre Arbeiten aus.

Dienstag, 23.02.2021, 17:43 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 12:44 Uhr
Sigrid Kantner stellt in der Galerie in der Königsstraße einen Teil ihrer Arbeiten aus.
Sigrid Kantner stellt in der Galerie in der Königsstraße einen Teil ihrer Arbeiten aus. Foto: Beate Trautner

Der Shutdown hat uns immer noch fest im Griff. Aber trotzdem: Alles ist möglich. Gabriele Spitthöver hat in ihrer Galerie in der Königsstraße in Warendorf wieder eine Ausstellung eröffnet. Diesmal mit der freischaffenden Künstlerin Sigrid Kantner . Ganz coronakonform natürlich ohne offizielle Eröffnung und nur einzelne Personen dürfen die Ausstellung besuchen. Aber: „Alles ist … möglich“.

Den Titel hat Sigrid Kantner für die Präsentation ihrer Arbeiten in dieser schwierigen Zeit im mehrfachen Sinne gut gewählt. In erster Linie bietet der Titel ihr selbst einen Ansporn, immer Neues auszuprobieren aber sich auch selbst zu hinterfragen. Sigrid Kantner hat hohe Ansprüche an sich selbst. Bei der künstlerischen Arbeit sucht sie nach Perfektion in den Proportionen und Kompositionen. „Gerade bei den gegenständlichen Arbeiten muss alles stimmen“, sagt sie zurecht. Aber sie kann auch loslassen. Kopf und Bauch ergänzen sich in ihren Arbeiten wunderbar.

Sigrid Kantner ist gelernte Bauzeichnerin, aber hat daneben immer gerne frei gestaltet. „Ich war immer schon kreativ“, bemerkt sie. Ihre bildnerischen Fertigkeiten erweiterte sie in Workshops im Atelier von Elke Bodin. 2018 schloss sie ihr Studium in Malerei und Grafik am Institut für bildende Kunst und Kunsttherapie (IbKK) in Bochum, mit dem Diplom ab und arbeitet seitdem als schaffende Künstlerin. Ihre in der Galerie Spitthöver ausgestellten Arbeiten sind allesamt in den Jahren 2019 und 2020 entstanden. Ihre Experimentierfreude, die sie dann aber akribisch genau umsetzt, ist deutlich zu sehen. Arbeiten, in denen sie Pastell, Acryl, Pigmente, Kohle zu einem Ganzen verbindet und mit dem Auftragen von Kasein oder Wachs eine Plastizität erzielt.

Kantner zeigt sich als genaue Beobachterin, erarbeitet sich aber immer erst ein Konzept, bevor sie anfängt zu malen. Das Zusammenspiel von Natur und starren Flächen setzt sie ihren den Bildern gelungen um und schafft es, darin immer eine kleine Irritation einzubinden. „Ich mag Widersprüchliches“, erzählt sie. „Etwas, was die Ordnung durchbricht“. Ob themenbezogen oder in den experimentellen Arbeiten versucht Kantner immer vermeintliche Gegensätze aufzuzeigen, zu hinterfragen, zuzulassen und am Ende aufzulösen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. März – jeweils samstags, sonntags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Eintritt einzeln unter Einhaltung der Corona-Bedingungen natürlich.

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