32-jähriger Warendorfer vor dem Amtsgericht
Feuchtfröhlicher Kneipenbesuch hat ein Nachspiel

Warendorf -

„Ohne Alkohol wäre das wohl nicht passiert“, merkte die Vorsitzende Richterin an: Ein am Tattag gegen 4.40 Uhr durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Angeklagten ergab rund 1,7 Promille. Er habe „einen über den Durst getrunken“ räumte der Angeklagte jetzt vor Gericht ein. Er könne sich nicht mehr im Detail erinnern, der Tatvorwurf dürfte jedoch korrekt sein.

Dienstag, 04.05.2021, 13:08 Uhr aktualisiert: 05.05.2021, 11:10 Uhr

Ein offenbar zu feuchtfröhlicher Kneipenbesuch hatte für einen 32-Jährigen nun ein juristisches Nachspiel. Er wurde zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt.

Der Warendorfer musste sich wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht verantworten. So soll er am 16. August vergangenen Jahres gegen 2.50 Uhr zwei auf einem Parkplatz am Ostwall abgestellte Pkw mit einem Schlüssel beschädigt haben. Es entstanden Lackschäden, die sich auf bis zu 700 Euro sowie geschätzte 500 Euro summierten.

Einer der beiden Halter hatte sich wegen des entstandenen Schadens gemeldet und entsprechende Ansprüche geltend gemacht.

„Ohne Alkohol wäre das wohl nicht passiert“, merkte die Vorsitzende Richterin an: Ein am Tattag gegen 4.40 Uhr durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Angeklagten ergab rund 1,7 Promille.

Er habe „einen über den Durst getrunken“ räumte der Angeklagte vor Gericht ein. Er könne sich nicht mehr im Detail erinnern, der Tatvorwurf dürfte jedoch korrekt sein.

Vor Gericht machte der Warendorfer einen aufgeräumten Eindruck. Er bedauere sein Handeln, wolle schlimme Erfahrungen in der Vergangenheit nicht als Ausrede anführen, sondern zu seinem Fehltritt stehen.

Alkohol tue ihm nicht gut, gestand der 32-Jährige. Er nehme bereits professionelle Hilfe in Anspruch – was auch von seinen Betreuern vor Gericht bestätigt wurde.

Der Vertreter der Anklage gestand dem Warendorfer zu, durch den erheblichen Alkoholkonsum enthemmt gewesen zu sein. Zugleich erinnerte er an frühere Straftaten, die ebenfalls unter Alkoholeinfluss begangen worden seien.

Die Vorsitzende Richterin würdigte die vom Angeklagten bereits unternommenen Schritte und Bemühungen, seinen Konsum in den Griff zu bekommen.

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