Theater Münster
Beim Neujahrskonzert mit Götz Alsmann ging es „very british” zu

Münster -

Münster im Zeichen des Union Jack: Mit britischen Triumph-Klängen und in Musik verwandelten Themse-Nebel wurde im Theater Münster das neue Jahr eingeläutet. Warum in Zeiten des Brexit ausgerechnet „Very british” als Thema des Neujahrskonzerts? Showmaster Götz Alsmann fand eine einfache Erklärung.

Dienstag, 02.01.2018, 07:01 Uhr

Theater Münster: Beim Neujahrskonzert mit Götz Alsmann ging es „very british” zu
Götz Alsmann am 1.1.2018 beim Neujahrskonzert im Theater Münster. Foto: Rüdiger Wölk

Auf den Donauwalzer als übliche Zugabe mussten die Gäste der beiden Neujahrskonzerte in Münster diesmal verzichten. Aber das fiel ihnen nicht weiter schwer. Denn Generalmusikdirektor Golo Berg , der in Münster sein erstes Neujahrskonzert zusammen mit Götz Alsmann leitete, hatte in gut zwei Stunden ein derart süffiges  Programm unter dem Motiv „Very british” serviert, dass der 20-minütige Donauwalzer am Ende vermutlich nur gestört oder sogar fad geschmeckt hätte.

Dafür durfte das Theaterpublikum im Großen Haus nach dem immerhin gewährten Radetzky-Marsch und einem traumhaften Walzer mit Westminster-Motiv noch einmal „Land of Hope and Glory” aus Edward Elgars „Pomp and Circumstance”  anstimmen, das schon am Eingang des Konzerts stand und so den passenden pathetischen Rahmen für das Neujahrskonzert bildete.

Das Theater Münster in Bildern

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  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus "Gloria".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater um 1956

    Foto: Erwin Schwarzer (Wiesbaden), Städtische Bühnen Münster
  • Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus dem Stück "Gloria"

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater von außen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 30. März 2013 ist der Sänger Tim Fischer mit seinem Programm "Zarah ohne Kleid" zu Gast im Großen Haus des Theaters Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Podiumsdiskussion am 29. April 2013 im Kleinen Haus des Theaters Münster zum Auftakt der Diskussionsreihe "Wie viel Kultur braucht eine Stadt - und wozu?" (von links): Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater, Düsseldorf), Prof. Dr. Ulrike Haß (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft,
    Ruhr-Universität Bochum), Prof. Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin/Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Stefan Keim (Westdeutscher Rundfunk/WDR, Köln), Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Stadt München/Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags), Matthias Lückertz (Vorsitzender der Kaufmannschaft Münster/Vorsitzender der »Initiative Starke Innenstadt Münster e.V.«) und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Direktor der Katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster/ MDL).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 20. Mai 2013 geben Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys ein Konzert im Theater Münster, Großes Haus. Das Programm trägt den Titel "Musik für schwache Stunden...".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2015.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 22. Oktober 2015 ist Frank Goosen mit dem Programm "Durst und Heimweh - Geschichten von unterwegs" zu Gast im Kleinen Haus des Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 24. Oktober 2015 ist Ulrike Kriener mit dem Programm "Und wenn es Liebe wär'..." im Kleinen Haus des Theaters Münster zu Gast.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur noch Formsache waren im August 2015 die Unterschriften unter dem Vertrag: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 bleibt Dr. Ulrich Peters (l.) Generalintendant in Münster. 

    Foto: Presseamt Münster/ MünsterView / Witte
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Atzorn liest mit Angelika Atzorn "Arthur und Adele", Kleines Haus im Theater Münster am 10. Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, 2. Kapellmeister am Theater Münster,

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Peters beim Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017. Hintere Reihe v.l. Intendant Dr. Ulrich Peters, Schauspieldirektor Frank Behnke, Julia Dina Hesse (Leiterin Junges Theater), Generalmusikdirektor Golo Berg (ab Saison 2017/18)
    Vordere Reihe v. l. Hans Henning Paar (Künstlerischer Leiter Tanztheater), Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann, Operndirektorin Susanne Ablass

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stefan Veselka, 1. Kapellmeister am Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude um 1956.

    Foto: © Stadtmuseum Münster, Sammlung Heller
  • Linn Sanders (oben), Bálint Tóth, Carolin Wirth in "Ronja Räubertochter".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Claudia Hübschmann, Linn Sanders, Andrea Spicher in "Demut vor deinen Taten, Baby".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Ilja Harjes und Hubertus Hartmann in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Christian Bo Salle und Bálint Tóth, Statisterie in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Mirko Roschkowski, Gregor Dalal und Sebastian Campione in "Der Freischütz".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Oliver Berg
  • Foto: Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez und Keelan Whitmore in "Back, Immortalis".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster

Angelehnt an "Last Night of the Proms "

An dem hätten die Briten übrigens sicher ihre helle Freude gehabt. Zumal „Wink-Elemente” ausgeteilt wurden und die im Rhythmus mitschwingenden Union-Jack-Fähnchen an jene jährlichen Veranstaltungen auf der Insel erinnerten, die unter dem Titel „Last Night of the Proms” auch hierzulande sehr beliebt sind. Dabei haben die Proms nichts mit Promis zu tun. Sie stehen vielmehr in der Tradition der beliebten Promenadenkonzerte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen und bei denen sich Stände, Schichten und Generationen plaudernd und essend zur Musik einfanden.

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„Mitleid” mit den Briten

Münsters Entertainer und Musiker Götz Alsmann lieferte eingangs seine eigene Begründung für die Wahl des Leitthemas. Es gehe wohl eher nicht darum, die Briten und ihren Brexit zu feiern, „wir machen das eher aus Mitleid”, grinste er am Bühnenrand. Doch für eine Mitleidstour war die Musik dann doch zu pathetisch und bombastisch. Zum Beispiel beim „The Dam Busters March” von Eric Coates oder dem Marsch der Bogenschützen aus der Robin Hood Suite von Frederic Curzon, bei dem man Alsmann und seine Mannen gerne in grünen Strumpfhosen tanzen gesehen hätte. Irgendwie doch spannend, wie die Komponisten mit einer Lebensspanne vom ausgehenden 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder Britannien als Weltmacht lobten, die doch bitteschön über die Wellen und Weltmeere regieren sollte.

Götz Alsmann präsentiert 2017 "In Rom" in Münster

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

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  • Am 18. November 2017 ist Götz Alsmann mit seinem Programm "In Rom" zu Gast in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier

Krimi-Melodien und Klangrausch

Wo Golo Berg mit geschmeidigem und doch stets akkuraten Gestus die Triumphe Great Britains ausmalte, da sorgte Götz Alsmann mit seiner Band für das andere Großbritannien - als Land des Krimis zum Beispiel - wo sich im Nebel an der Themse Gruseliges und Grauenvolles abspielt und Miss Marple unter der bekannten Filmmelodie von Ron Goodwin, bei der man allerdings das Cembalo vermisste, die Mörder aufspürt.

Den Klangrausch lieferte bei all den schmachtenden Walzern, zackigen Märschen und feierlichen Chorälen ohnehin das bis auf einige wenige Blechkiekser stets hochkonzentrierte Sinfonieorchester, wohingegen sich das Klangspektrum der Alsmann-Band doch eher bescheiden ausnahm.

Mit Sir Henry Woods „Fantasia in British Sea Songs” war jedenfalls am Ende der Gipfel des Musikgenusses erreicht. Ob Großbritannien trotz der prächtigen  Unterstützung der Musiker aus Münster künftig noch jene alte Rolle in Europa einnehmen wird, darf man angesichts der Irrungen und Wirrungen des Brexits natürlich bezweifeln. Aber gute Komponisten und wunderschöne Musik haben sie auf jeden Fall, die Briten.

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