Buber-Rosenzweig-Medaille für Peter Maffay
„Botschafter der Toleranz“

Recklinghausen -

Auf der Bühne, aber noch stärker abseits der musikalischen Projekte und Tourneen erweist sich Peter Maffay als Mensch, der für Toleranz, Mitmenschlichkeit und Völkerverständigung und deutlich gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus eintritt. Am Sonntag verlieh ihm dafür der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit bei der zentralen Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit die Buber-Rosenzweig-Medaille.

Sonntag, 11.03.2018, 15:03 Uhr

Auftakt zur Woche der Brüderlichkeit: Peter Maffay mit der Buber-Rosenzweig-Medaille. Links neben ihm NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.
Auftakt zur Woche der Brüderlichkeit: Peter Maffay mit der Buber-Rosenzweig-Medaille. Links neben ihm NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: dpa

Peter Maffay bezieht Position“ lautet ein zentraler Satz in der Verleihungsurkunde. Der Künstler verkörpere das Jahresthema der Woche der Brüderlichkeit 2018: „Angst überwinden — Brücken bauen“.

Es lag nah, dass die Neue Philharmonie Westfalen im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen eines der bekanntesten Maffay-Stücke anstimmte. „Mit Peter Maffay möchten wir über mindestens sieben Brücken gehen, um die Angst durch Begegnungen zu überwinden und den Gedanken der Toleranz als Brücke in der Kommunikation und als wesentliche Grundlage unseres Gemeinwesens beständig zu erneuern“, hob Prof. Udo Damen, Direktor der Popakademie Baden-Württemberg, in seiner Laudatio hervor. Die Kinder und Jugendlichen, die in den Häusern der Peter-Maffay-Stiftung betreut und begleitet würden, seien selbst „junge Botschafter der Völkerverständigung“. Maffay belasse es nicht dabei, die Vision von einer besseren Welt in Liedern zu besingen. „Er ist ein Macher — und er sagt, was er denkt.“

Peter Maffay mit Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet

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  • Woche der Brüderlichkeit Foto: Jörg Gutzeit
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  • Woche der Brüderlichkeit Foto: Jörg Gutzeit
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Als solcher hatte ihn auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kennengelernt, als er den Künstler und Sänger mit nach Israel nahm, um mit ihm auch das Peres-Center for Peace des ehemaligen Staatspräsidenten Shimon Peres zu besuchen. Maffay hat mit seiner Stiftung inzwischen auch deutsche, israelische und palästinensische Jugendliche zusammengebracht. Laschet betonte in Recklinghausen die Bedeutung, die die Woche der Brüderlichkeit mit Blick auf antisemitische und allgemein fremdenfeindliche Tendenzen in Deutschland habe. Er wünscht sich, dass in diesem Jahr am 9.November, wenn sich der Tag der Reichspogromnacht zum 80. Mal jährt, Christen, Juden und Muslime in einer gemeinsamen Erklärung gegen den Hass wehren.

Peter Maffay, der sein gesellschaftliches und soziales Engagement nicht als Sprint, sondern als lebenslangen Marathon sieht, ermunterte unter viel Beifall zum offenen Dialog und zu Begegnung. Er habe erfahren, dass Jugendliche in aller Welt viel freier als Erwachsene aufeinander zugehen würden. An vielen Stellen in der Welt brauche es vor allem den „ersten Schritt — immer wieder“.

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