Kultur
Abba-Sound und glitzernde Anzüge bringen frühere Jahrzehnte zurück

Münster -

Discokugel, Glitzerfummel, Plateauschuhe und reichlich gute Musik: Für fast drei Stunden tauchte das Publikum im Congress-Saal der Halle Münsterland mit der Musik der schwedischen Kultband ABBA am Freitagabend tief in die 80er Jahre ein.

Sonntag, 18.11.2018, 15:12 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 18.11.2018, 15:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 18.11.2018, 15:12 Uhr
Venera Jakupov (Anni-Frid) und Julie Hall (Agnetha) lieferten Abba-Gesang vom Feinsten.
Venera Jakupov (Anni-Frid) und Julie Hall (Agnetha) lieferten Abba-Gesang vom Feinsten. Foto: Möhl

„Swedish Legend“ heißt die Produktion, die die größten Hits des Quartetts auf die Bühne bringt und dem Original dabei sehr nahekommt. Das bestätigt auch kein geringerer als Harpo, Lieferant des Feten-Dauerbrenners „Moviestar“ (1975), der den Abend moderiert und seine größten Hits performt. Der Schwede kennt Benni, Björn, Agnetha und Anni-Frid persönlich, ließ anfangs seine Songs bei derselben Plattenfirma produzieren und kommt zu dem Urteil, dass es „keine bessere ABBA Tribute-Show“ gibt. Für die gut 500 Zuschauer, teilweise im Glitzer-Outfit gewandet, mag das gar nicht die große Rolle spielen, zumal kaum jemand die Musiklegende live erlebt haben dürfte. Misst man jedoch das, was die Tribute-Formation auf die Bühne bringt, am Klang der Studio-Alben, so müssen die vier Hauptakteure Venera Jakupov (Anni-Frid), Julie Hall (Agnetha), Hans Christian Petzold (Benni) und Heiko Pagel (Björn) einen Vergleich nicht scheuen. Satter Sound, passende Arrangements und gut harmonierende Stimmen tragen die anspruchsvollen ABBA-Kompositionen, die schon immer mehr waren als reine Popsongs. Die beiden musikalischen Köpfe der Originalbesetzung, Benni Andersson und Björn Ulvaeus, hatten nämlich das seltene Talent, tanzbare, gute Unterhaltungsmusik zu produzieren ohne den Anspruch an Qualität aufzugeben.

Von „Dancing Queen“ über „Waterloo“ und „Money, Money, Money“ lieferte die Swedish Legend-Band große Abba-Hits, die das Publikum textsicher mitsingen konnte. Optisch ließen Originalchoreografien und -kostüme das richtige 70er und 80er Jahre-Feeling aufkommen, das auch Harpo mit seinen Hits „Moviestar“ und „Horoscope“ verbreitete. Kein Wunder, dass in den Gängen und auf dem Balkon ausgelassen getanzt wurde.

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