U-Boot-Serie
„Das Boot“ startet bei Sky – Joachim Foerster aus Münster spielt mit

Münster -

Er hat das Datum parat und sogar die Uhrzeit, zu der ihn die Zusage für das Mega-Projekt erreichte. Um 11.58 Uhr war’s, am 13. März vergangenen Jahres, als Joachim Foerster erfuhr, dass er bei einem offenen Casting als Darsteller der neuen Sky-Serie „Das Boot“ ausgewählt wurde. „Das größte Filmprojekt, bei dem ein Schauspieler in diesem Jahr in Deutschland dabei sein kann“, sagt der selbstbewusste Foerster. Seit einem Jahr gehört er zum Ensemble des Theaters Münster.

Freitag, 23.11.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 23.11.2018, 14:51 Uhr
Joachim Foerster spielt den Unteroffizier Ralf Grothe
Joachim Foerster spielt den Unteroffizier Ralf Grothe Foto: Sky

Für die Dauer von sechs Monaten, von September 2017 bis Februar 2018, stand der in Münster aufgewachsene Schauspieler auf Malta, im französischen La Rochelle und in Prag vor der Kamera. Gemeinsam mit prominenten, „geerdeten“ Kollegen wie Rick Okon („Tatort“ aus Dortmund), der Luxemburgerin Vicky Krieps („Der seidene Faden“), August Wittgenstein („Ku’damm 59“) und Tom Wlaschiha („Game of Thrones“).

Entstanden ist nicht etwa ein Remake von Wolfgang Petersens Kinofilm „Das Boot“ aus dem Jahr 1981, sondern eine mit Spannung erwartete eigenständige Serie. Sie läuft von diesem Freitag an (23. November) beim Bezahlsender Sky.

Klaustrophobische Atmosphäre

Wie der oscarnominierte Film ist die Produktion von Sky, Bavaria Fiction und Sonar Entertainment angelehnt an die Bücher von Lothar-Günther Buchheim. Neun Monate nach der Filmhandlung bricht ein U-Boot im Herbst 1942 zu einer gefährlichen Mission im Atlantik auf. An Land wächst unterdessen der Widerstand der Franzosen gegen die Deutschen, die ihre Heimat besetzt haben.

Foerster war sieben oder acht Jahre alt, als er Petersens Film zum ersten Mal sah – eine „Kindheitserinnerung“. Der größte Unterschied der neuen Produktion zum Kinovorbild ist aus seiner Sicht: „Es gab damals noch keine horizontale Erzählweise.“ Acht einstündige Folgen hat die Serie. „Bei so viel Zeit kann man plastischer erzählen und die Charaktere ausführlicher anlegen“, sagt Foerster. Während der Nachsynchronisation hat er die ersten vier Serienfolgen bereits gesehen.

Ein entscheidender Unterschied zum Kinofilm ist laut Foerster auch die Tatsache, dass die klaustrophobische Atmosphäre des Bootes mit einem Handlungsstrang an Land im Dunstkreis der Resistance kombiniert wird. Alle Innenaufnahmen der Serie, auch die im Boot, entstanden im Studio in Prag. Bei der Vorbereitung mit Sport- und Waffentraining, erzählt Foerster, habe er viel über das Thema U-Boot erfahren.

Dreharbeiten und Theaterbühne

Die Drehtage unter der Regie des Österreichers Andreas Prochaska (Foerster: „Ein Regisseur mit extrem nüchternem Erzählstil, der jeder Szene das Pathos nimmt“) dauerten mitunter von 5 bis 22 Uhr. „Die Tage waren sehr intensiv“, bilanziert Foerster. „Und mindestens eine Woche lang waren meine Klamotten durchgehend nass.“

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Die Serie „Das Boot“ ist von Freitag (23. November) an beim Bezahlsender Sky zu sehen. Am selben Tag zeigt die ARD um 22 Uhr „Das Boot – Director’s Cut“

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Foerster spielt den verschlossenen Unteroffizier Ralf Grothe, den es aus den Weiten Namibias in den Stahlzylinder der U-612 verschlägt. Während der Drehzeit stand Foerster weiterhin im Theater Münster auf der Bühne. Er empfindet er es als „großes Geschenk, dass ich diese andere Facette des Arbeitens ausleben durfte“. Welcher Sparte er künftig den Vorzug gibt? „Ich würde auf beides nicht verzichten wollen“, meint Foerster. „Weil ich erlebt habe, wie die Arbeit vor der Kamera und die auf der Bühne voneinander profitieren.“

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