Neubau am LWL-Archivamt
Ganz viel Platz bis zum Jahr 2041

Münster -

Das LWL-Archivamt an der Jahnstraße in Münster hat am Freitag seinen Neu- und Erweiterungsbau eröffnet. Für 2,1 Millionen Euro entstand ein modernes funktionales Gebäude. Beim ersten Rundgang wurde klar. Hier ist für die nächsten 20 Jahre Platz für viele neue Aktenkartons, die das Erbe westfälischer Geschichte und Kultur bewahren.

Freitag, 12.04.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 13:50 Uhr
Mobile Regale bieten Platz für viele neue Aktenkartons: Darüber freuen sich Landesdirektor Matthias Löb (v. l.), Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Archivdirektor Dr. Marcus Stumpf.
Mobile Regale bieten Platz für viele neue Aktenkartons: Darüber freuen sich Landesdirektor Matthias Löb (v. l.), Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Archivdirektor Dr. Marcus Stumpf. Foto: Loy

Die nackten Zahlen allein sind schon der Rede wert: 2,1 Millionen Euro Baukosten, 830 Quadratmeter zusätzliche Fläche, vier Regalkilometer für Archiv-Akten, Raum und Planungssicherheit für über 20 Jahre: Am Freitag eröffnete Landesdirektor Matthias Löb nach zwei Jahren Bauzeit an der Jahnstraße den Neu- und Erweiterungsbau des LWL-Archivamtes.

Zwar habe der digitale Wandel auch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe längst erfasst, aber es werde noch dauern, bis Akten nur noch in elektronischer Form entstehen, sagte Löb bei einer kleinen Feierstunde im neuen Seminarraum. Dieser ist ebenfalls Teil des Neubaus, den das münstersche Architekturbüro Schoeps & Schlüter plante. In einem weiteren Raum zeigten gestern Judith Brüggemann und Claudia Vogt, wie auch besonders große Landkarten bis zum Format DIN A0 eingescannt und damit digitalisiert werden können.

„Noch sind die Aktenkeller voll, und deswegen werden noch einige Jahrzehnte lang Papierakten ins Archiv wandern und die neuen 4000 Regalmeter Platz benötigen“, führte der Landesdirektor bei der Feierstunde aus. Der Leiter des Archivamtes, Dr. Marcus Stumpf , freut sich als Hausherr natürlich besonders über den Neubau, der sich mit seiner modernen Form dennoch harmonisch in den seit den 1920er Jahren bestehenden Gebäuderiegel einfügt: „Wir haben jetzt einen funktionalen Neubau, der den archivischen Ansprüchen genügt und uns auch für künftige Aktenbestände aus dem LWL gerüstet sein lässt.“

Es seien immer noch viele Aktenordner in Gebrauch, die künftig in den vier Kilometer langen Regalen des neuen Magazinbaus untergebracht werden müssten, erklärte Stumpf weiter. Gerade weil nur eine enge Auswahl an Akten vom Archiv übernommen werde, handele es sich dann erst recht um Quellen, die für die „Forschung zur westfälischen Geschichte wichtig“ seien.

In der neuen Digitalisierungsabteilung zeigen Judith Brüggemann (l.) und Claudia Vogt, wie auch große Landkarten gescannt und damit digital gespeichert werden können.

In der neuen Digitalisierungsabteilung zeigen Judith Brüggemann (l.) und Claudia Vogt, wie auch große Landkarten gescannt und damit digital gespeichert werden können. Foto: Johannes Loy

Der neue Anbau soll dem Archiv des LWL sowie bedeutenden Adelsarchiven bis etwa 2041 Platz bieten.

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