AaSeerenaden läuten am nächsten Wochenende den Hochsommer ein
Wagner auf der Seebühne

Münster -

Die zehnten AaSeerenaden stehen vor der Tür: Das Sinfonie­orchester Münster wird auch bei den diesjährigen „AaSeerenaden“ einen zentralen Beitrag liefern: Es gestaltet unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg am 6. Juli das Wagner-Konzert „Zu dir, Frau Venus, kehr ich wieder in deiner Zauber holde Nacht“. Über diesen speziellen Abend und das Festival insgesamt sprach Golo Berg mit unserem Redaktionsmitglied Harald Suerland.

Freitag, 28.06.2019, 17:14 Uhr
Golo Berg dirigiert das Sinfonie­orchester der Stadt Münster.
Golo Berg dirigiert das Sinfonie­orchester der Stadt Münster. Foto: Oliver Berg

Das Sinfonie­orchester Münster wird auch bei den diesjährigen „ AaSeerenaden “ einen zentralen Beitrag liefern: Es gestaltet unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg am 6. Juli das Wagner-Konzert „Zu dir, Frau Venus, kehr ich wieder in deiner Zauber holde Nacht“. Über diesen speziellen Abend und das Festival insgesamt sprach Golo Berg mit unserem Redaktionsmitglied Harald Suerland.

Das Sinfonieorchester Münster präsentiert in diesem Jahr auf der Aaseebühne Opernmusik, während eine Brahms-Sinfonie und ein großes Klavierkonzert am Tag zuvor vom Hochschulorchester präsentiert wird. Ist das okay für Sie?

Golo Berg: (lacht) Ja. das ist okay, denn was wir machen, das ist auch nicht ohne. Generell muss man sich ja fragen, welche Art von Programm sich für einen solchen Anlass am besten eignet. Ein Open-Air-Konzert mit rund 5000 Besuchern auf dem Areal und vielleicht weiteren 2000 in der Umgebung ist ein spezieller Rahmen, in dem sich ein kleinteiligeres Programm anbietet.

Auf die italienische Oper im vergangenen Jahr folgt jetzt Wagner mit einem Motto aus dem „Tannhäuser“ ...

Berg: Das Motto passt so schön zum Anlass. Vom Beginn meiner Tätigkeit an habe ich gesagt, dass Wagner eine größere Rolle spielen muss. Deshalb haben wir zwei Sänger engagiert, mit denen ich schon gearbeitet habe, und präsentieren Stücke aus der „Walküre“ und Tannhäusers Rom-Erzählung, aber auch populäre Orchesterstücke wie die „Tannhäuser“-Ouvertüre und das Vorspiel zum dritten Akt „Lohengrin“.

Die eigenen Sänger des münsterschen Ensembles und der Chor werden zum Ende der Spielzeit geschont?

Berg: Das stimmt, zumal wir am Haus ja auch nicht so viele Wagner-Sänger haben, sondern ein eher lyrisches Ensemble – wobei ich zum Beispiel von Kristi Anna Isene schon eine wunderbare „Hallen-Arie“ gehört habe. Und der Chor ist in dieser Spielzeit wirklich ausgelastet. Allerdings führt Ihre Frage auch zu meinem Wunsch, mal einen Opernchöre-Abend zu gestalten. Später einmal.

Bei den letzten AaSeerenaden hat es bisweilen Verstimmung darüber gegeben, dass Musikfreunde, die gern das Abendkonzert hören wollten, trotz frühzeitiger Anreise nicht mehr auf das Gelände durften, weil schon nachmittags die Besucher-Höchstzahl erreicht war. Könnte man das nicht mit Eintrittskarten ändern?

Berg: Das liegt nicht in meiner Entscheidung, denn die AaSeerenaden werden privatwirtschaftlich finanziert und sollen nach dem Wunsch der Veranstalter bei freiem Eintritt zu erleben sein. Ich selbst habe auch schon an Open-Air-Konzerten auf dem Berliner Gendarmenmarkt mitgewirkt, für die teure Eintrittskarten verkauft wurden. Ein Vorteil solcher Querfinanzierung wäre, dass man sich sogar Weltstars auf der Aaseebühne leisten könnte. Aber das wäre eine Entscheidung, die Grundsätzliches verändern würde und gut überlegt sein sollte. Zunächst freue ich mich auf unseren diesjährigen Konzertabend vor einem großen und begeisterungsfähigen Publikum. Unsere Gala mit Werken von Richard Wagner wird Lust auf mehr Musik dieses einzigartigen Komponisten machen!

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