Kunstmuseum Ahlen
Farbiger Würfel für Ahlen

Ahlen -

Mit einem Autokran schwebte ein über vier Tonnen schwerer Betonwürfel vor dem Kunstmuseum ein. Was es damit auf sich hat...

Dienstag, 12.11.2019, 09:48 Uhr
Präzisionsarbeit leisteten die Mitarbeiter der Firma E. Naber und Bauunternehmer Bernhard Erdmann bei der Vorbereitung des Standortes für das Lichtkunstwerk vor dem Kunstmuseum.
Präzisionsarbeit leisteten die Mitarbeiter der Firma E. Naber und Bauunternehmer Bernhard Erdmann bei der Vorbereitung des Standortes für das Lichtkunstwerk vor dem Kunstmuseum. Foto: Dierk Hartleb

Adam Barker-Mill hat sich mit seiner Frau Carol schon in den zurückliegenden Tagen in Ahlen umgesehen. Das vorrangige Interesse des englischen Künstlers galt allerdings dem Kunstmuseum und dem vorgesehenen Standort für seine Lichtinstallation „Colour Cube for Ahlen“ vor dem Museum.

Am Montagmorgen rückte ein Autokran der Ahlener Firma E. Naber an, um das mehr als vier Tonnen schweres Gehäuse aus Beton aufzustellen. Hinter Glas, dessen Installation die Glaserei Vennemeyer übernimmt, wird das Kunstwerk des bekannten englischen Lichtkünstlers zu sehen sein.

Adam Barker-Mill bewundert Joseph Albers.

Niklas von Bartha

„Wir haben das Kunstwerk bewusst mit Blickrichtung auf die Westenmauer ausgerichtet“, erklärt Silke-Anna Linnemann, Vorsitzende des Förderkreises des Museums. Verbunden ist die Installation der Arbeit, die am 22. November eingeweiht werden soll, mit der ersten Einzelausstellung des 80-jährigen Künstlers in Deutschland im Kunstmuseum.

Begleitet wird Barker-Mill von dem Galeristen Niklas von Bartha, der in London die Galerie Bartha Contemporary betreibt. Über den Künstler sagt der gebürtige Schweizer: „Adam Barker-Mill bewundert Joseph Albers .“ Insofern sei das Kunstwerk für Ahlen auch als Hommage für Albers zu verstehen.

Carol und Adam Barker-Mill, Niklas von Bartha und Silke-Anna Linnemannn fachsimpelten am Rande der spektakulären Aktion.

Carol und Adam Barker-Mill, Niklas von Bartha und Silke-Anna Linnemannn fachsimpelten am Rande der spektakulären Aktion. Foto: Dierk Hartleb

In Zusammenarbeit mit Bartha Contemporary zeigt der bekannte Lichtkünstler mit Wohnsitz in London und Southampton über 40 Lichtobjekte aus den zurückliegenden 30 Jahren. „Die Lichtkunst von Adam Barker-Mill zeichnet sich durch große formale Strenge aus, die jedoch hinter der geradezu magischen Entfaltung des farbigen Lichtes zurücktritt“, heißt es in einem Begleittext zur Ausstellung, die am 23. November eröffnet wird. „Die einfache Struktur und die unsichtbar bleibende Technik erlauben es dem Betrachter, sich ganz auf die Farbwirkung der mal statischen, mal sich allmählich verändernden Lichtfelder zu konzentrieren“ heißt es weiter. Im Museum erwarten den Besucher bis zum 16. Februar auch spektakuläre Einbauten, die es bislang noch nicht gegeben hat.

Mit dem „Colour Cube“ stärkt Ahlen seine Position als Standort der europaweit einzigartigen Lichtkunstregion „Hellweg ein Lichtweg“ um eine zweite internationale Arbeit, die von der Theofdor-F.-Leifeld-Stiftung und vom Land finanziert wurde. Seit 2014 bereits bespielt die Lichtprojektion „Kaskade“ des isländischen Künstlers Egill Sæbjörnsson das gewölbte Tonnendach des Museums.

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