Geburtsstadt Neuruppin hat das Jubiläumsjahr eindrucksvoll genutzt
„An Fontane führte 2019 kein Weg vorbei“

Neuruppin/Coesfeld -

Das „Fontanejahr“ neigt sich dem Ende zu. Auch der Kreis Coesfeld hat in den vergangenen Monaten sicher aufmerksam nach Brandenburg geschaut, schließlich ist man mit dem dortigen Kreis Ostprignitz-Ruppin seit nunmehr 26 Jahren partnerschaftlich verbunden. Und: Neuruppin ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Freitag, 27.12.2019, 14:44 Uhr
Auge in Auge mit Theodor Fontane: Seine Standuhr und sein Porträt sahen im Museum Neuruppin rund 33 000 Besucher.
Auge in Auge mit Theodor Fontane: Seine Standuhr und sein Porträt sahen im Museum Neuruppin rund 33 000 Besucher. Foto: Johannes Loy

Das „Fontanejahr“ neigt sich nach neun Monaten (30. März bis 30. Dezember 2019) dem Ende zu. Auch der Kreis Coesfeld hat in den vergangenen Monaten sicher aufmerksam nach Brandenburg geschaut, schließlich ist man mit dem dortigen Kreis Ostprignitz-Ruppin seit nunmehr 26 Jahren partnerschaftlich verbunden. Dies wurde zum „Silberjubiläum“ im Dezember 2018 auch offiziell mit Brief und Siegel bestätigt.

Wer heute im Neuruppiner Rathaus anruft, bemerkt, dass sich alle Mitarbeiter dort mit „Fontanestadt Neuruppin“ am Telefon melden. Diesen Namen trägt die Stadt schon seit 1998 mit berechtigtem Stolz.

In den Tagen vor Weihnachten stand die Bilanz des Fontane-Jahres im Mittelpunkt des Interesses. „Unser Rückblick und die Resultate sind sehr positiv“, teilte Mario Zetzsche, Projektleiter „ fontane .200/Neuruppin“ und Mitarbeiter der dortigen Stadtverwaltung, mit. Das lässt sich auch an etlichen Zahlen festmachen. Die sehenswerte Leitausstellung „fontane.200/Autor“ im rundum erneuerten Museum der Stadt wird zum 30. Dezember rund 33 000 Besucher gezählt haben. Hier konnten die Gäste nicht nur die Lebensstationen Fontanes nachempfinden, sondern sich vor allem in seine Schreib- und Dichtkunst wie in einer Art Schreibwerkstatt vertiefen. Das Fontane-Bildungsprogramm mit dem Titel „Dem Wort auf der Spur“ erlebten bis zum Projektende am 20. Dezember knapp 4800 Schülerinnen und Schüler aus 16 Brandenburger Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Fontane-Festspiele lockten rund 8400 Gäste an, eine jährliche Weiterführung dieser Festspiele ist geplant.

Fontane in Münster

1886 besuchte Theodor Fontane mit seiner Familie Münster und Westfalen. Anlass war die Hochzeit seines zweitältesten Sohnes Theodor (1856-1933) mit der Münsteranerin Martha Soldmann. Fontane schrieb: „Die Hochzeitsreise nach Münster nahm 4 Tage in Anspruch; das Wetter war schön, das Hotel gut, die Schwiegereltern liebenswürdig, das junge Paar glücklich, die alte Stadt interessant – dennoch waren wir froh, am Mittwochabend wieder daheim zu sein

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Der Fontane-Literaturpreis wurde erstmals gemeinsam von Stadt und Land Brandenburg verliehen und mit 40 000 Euro Stipendiengeld dotiert. Preisträgerin ist Dr. Peggy Mädler, eine gemeinsame Weiterfügung des Preises ist geplant. Allein in der Fontanestadt wurden 2019 rund 200 Einzelveranstaltungen über Fontane gezählt, etwa die Ausstellung „Fontane trifft Knesebeck“ im Ortsteil Karwe (330 Einwohner) mit 3600 Besuchern oder im Tempelgarten „Fontanes Pflanzen“ mit rund 14 000 Gästen.

Buchten im Jahr 2018 5818 Touristen eine historische Stadtführung, wurden bis zum 8. November 2019 bereits 10 562 Gäste für Stadtführungen gezählt. Das ist eine Verdoppelung. Mit rund 550 000 Gästen im Ruppiner Seenland rechnet die Region. Das wäre ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber 2018. Bei den Übernachtungszahlen im Ruppiner Seenland wird mit zehnprozentigem Zuwachs und rund 1,6 Millionen Übernachtungen gerechnet. Das wäre gegenüber 2018 (1,45 Millionen) ebenfalls ein Zuwachs von rund zehn Prozent.

Jens-Peter Golde, Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin, resümiert: „An Fontane führte 2019 kein Weg vorbei – im ganzen Land und in seiner Geburtsstadt Neuruppin. Mit Stolz können wir sagen: Aller Aufwand hat sich gelohnt.“

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