Schauspieldirektor Frank Behnke wechselt nach Meiningen
Politischer Theatermacher

Münster -

Das Theater Münster machte in den letzten Jahren mit seinem Schauspiel überregional von sich reden, etwa mit Frank Behnkes Fassbinder-Abend. Jetzt bricht der Schauspieldirektor zu neuen Ufern auf.

Donnerstag, 14.05.2020, 14:54 Uhr
Frank Behnke
Frank Behnke Foto: Theater Münster

Münsters Schauspieldirektor Frank Behnke wechselt nach Meiningen. Von der Spielzeit 2021/22 an wird er Schauspieldirektor am dortigen Staatstheater, teilte das Theater Münster gestern mit. Meiningens Intendant Jens Neundorff von Enzberg konnte mit Behnke für das traditionsreiche Schauspiel in Meiningen einen profilierten Spartenleiter und Regisseur gewinnen, der für starkes Ensembletheater steht, einen dezidiert politischen und gegenwartsnahen Spielplan und ein Schauspiel, das sich mit innovativen Formaten in die Stadt öffnet, hieß es weiter.

Frank Behnke, seit 2012 Schauspieldirektor in Münster, ist gebürtiger Hannoveraner und studierte Literaturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Theater und Medien an der Universität Hamburg. Engagements führten ihn unter anderem als Schauspieldramaturg an das Theater Osnabrück, als Chefdramaturg und stellvertretenden Schauspieldirektor von 2000 bis 2010 an das Staatstheater Nürnberg, sowie als leitenden Dramaturg an das Schauspielhaus Hamburg.

In Münster gelang ihm mit einem jungen Ensemble ein auch überregional beachteter künstlerischer Aufbruch, beispielhaft mit seinen ebenso spannungsvollen wie gegenwartsbezogenen Schiller-Inszenierungen der „Räuber“ oder des „Wilhelm Tell“. Die Werke des amerikanischen Dramatikers Tennessee Williams bildeten einen roten Faden seiner Spielplan-Dramaturgie, er lud zudem starke Regisseure wie Bernadette Sonnenbichler und Stefan Otteni ein und organisierte im Jahr 2019 das viel beachtete NRW-Theatertreffen in Münster. Generalintendant Dr. Ulrich Peters beglückwünschte Frank Behnke zu seinem Ruf nach Meiningen: „Ich freue mich natürlich sehr für Frank Behnke, er war all die Jahre ein wunderbarer Wegbegleiter, mit dem ich sehr, sehr gerne zusammengearbeitet habe.“

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