Rat bestätigt: Dr. Katharina Kost-Tolmein wird 2022 Generalintendantin in Münster
Kulturelle Pläne für die Stadt des Friedens

Münster/Lübeck -

Nun ist es offiziell: Die bisherige Lübecker Operndirektorin Dr. Katharina Kost-Tolmein (46) wird ab 2022 Generalintendantin des Theaters Münster. Der Rat bestätigte in der Nacht zu Donnerstag den einstimmigen Vorschlag von Kultur- und Personalausschuss. In einem ersten Interview kündigte die designierte Intendantin an, für 2023 ein besonderes Kulturprogramm zum Westfälischen Frieden in den Fokus zu nehmen. Dann jährt sich der historische Friedensschluss zum 375. Mal.

Donnerstag, 25.06.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 19:02 Uhr
Dr. Katharina Kost-Tolmein im Rathaus in Münster
Dr. Katharina Kost-Tolmein im Rathaus in Münster Foto: Johannes Loy

Der Kulturausschuss hatte im Verein mit dem Personalausschuss schon vor einer Woche einstimmig den Weg geebnet. Der Rat bestätigte die für Münsters Kulturleben wichtige Personalie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: Neue Generalintendantin des Theaters Münster wird von der Spielzeit 2022/23 an die bisherige Lübecker Operndirektorin Dr. Katharina Kost-Tolmein .

Erstmals in der Geschichte des Theaters Münster wird also eine Frau die Geschicke dieser bedeutenden Kulturinstitution für Münster und das Münsterland leiten. Katharina Kost-Tolmein folgt auf Dr. Ulrich Peters , dessen Vertrag zum Ende der Spielzeit 2021/22 nach zehn Jahren als Generalintendant am Theater Münster endet.

SMS mitten in der Nacht

„Nachts um eins kam die SMS von Stadträtin Cornelia Wilkens“, so äußerte sich Katharina Kost-Tolmein gestern erfreut. Am Morgen dann bestätigte Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann ihr gegenüber nochmals förmlich die erfolgte Wahl. Wegen der durch Corona-Verschiebungen dicht gedrängten Tagesordnung war die Personalie, an der es keine Zweifel mehr gab, in die Nachtstunden gerückt.

Dr. Katharina Kost-Tolmein freut sich auf Münster, das sie 2003 bei einer spektakulären Aufführung der „Meistersinger“ unter Will Humburg erstmals kennenlernte. Gerade auch im Hinblick auf das Jahr 2023 sieht sich die designierte Intendantin herausgefordert, mit dem Team des Theaters und in Zusammenarbeit mit den Kultur-Institutionen der Stadt an den „Westfälischen Frieden“ von 1648 zu erinnern, der sich dann zum 375. Mal jährt.

Bewegter Lebenslauf

Die neue Intendantin hat einen bewegten Lebenslauf hinter sich. 1973 in Ludwigshafen am Rhein geboren, studierte sie Klavier in Karlsruhe undBrüssel sowie Musikwissenschaften und Philosophie in Heidelberg. Engagements führten sie nach Mannheim und als Musikdramaturgin ans Theater Heidelberg. Seit 2005 war sie am Theater Lübeck tätig, davon sieben Jahre als Operndirektorin. Sie setzte sich in Münster unter 55 Mitbewerbern für die Generalintendanz durch.

Noch eine wichtige Personalie: Generalmusikdirektor Golo Berg bleibt dem Theater Münster erhalten – auch das hat der Rat der Stadt Münster am Mittwoch entschieden. Sein derzeitiger Vertrag endet ebenfalls mit Ablauf der Spielzeit 2021/22, wird aber nun um weitere fünf Jahre verlängert. Nach Stationen als Chefdirigent am Landestheater Mecklenburg und bei den Hofer Symphonikern wurde Berg Generalmusikdirektor am Städtebundtheater Hof, gefolgt vom Anhaltischen Theater Dessau sowie dem Theater Vorpommern. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Generalmusikdirektor der Stadt Münster.

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