Mickie Krause im Interview
„Ich habe das Jahr 2021 für mich schon abgehakt“

Münster/Windhuk -

„Die Leute sehnen sich danach, wieder die Sau rauszulassen“, glaubt Mickie Krause. Im Interview mit unserer Zeitung sagt der Schlagersänger allerdings, dass er das Jahr 2021 für sich schon abgehakt hat. „Aber irgendwann wird es wieder losgehen und dann werden wir doppelt und dreifach feiern.“ [Mit Video] Von Jonas Wiening
Freitag, 29.01.2021, 16:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 29.01.2021, 16:00 Uhr
Mickie Krause im Interview: „Ich habe das Jahr 2021 für mich schon abgehakt“
Am Wochenende hat Mickie Krause seinen ersten Auftritt vor Publikum seit Monaten gehabt - in Namibia. Im exklusiven Interview mit unserer Zeitung berichtet der Schlagerstar auch von seiner Reise nach Afrika. Foto: dpa

Seit fast einem Jahr hat Mickie Krause nicht mehr auf großen Bühnen gestanden. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten alle Auftritte des Schlagerstars aus dem Münsterland abgesagt werden. Untätig ist der 50-Jährige dennoch nicht. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Jonas Wiening berichtet Krause über seine Reise nach Namibia, seine bevorstehende Teilnahme an der RTL-Show „Let’s Dance“ und seine Hoffnungen für die Party-Saison in diesem Jahr.

Vor wenigen Tagen hattest du deinen ersten Auftritt vor Publikum seit ewigen Zeiten. Aber nicht, wie man es von dir gewohnt ist, am Ballermann oder auf einer Karnevals-Party, sondern in Namibia. Wie kam es dazu?

Ich bin am 19. Januar nach Namibia geflogen. Dort sollte die „Nacht unter Afrikas Sternen“ stattfinden. Eine Schlagerreise, die von „Fly&Help“ und „Prime-Promotion“ angeboten wurde. „Fly&Help“ ist eine Stiftung, die Schulen baut in Entwicklungsländern. Alles von den Geldern, die mit unseren Auftritten generiert werden. Ursprünglich war deshalb ein Konzert mit 600 Gästen geplant, mit Ireen Sheer, Peter Wackel und mir. Coronabedingt war das aber leider nicht möglich. So ist es gekommen, dass wir am Wochenende in Namibia drei Konzerte mit 50 Personen auf einer Lodge gegeben haben. Viele Leute haben über Instagram und Facebook gefragt, warum wir da mit acht Leuten und ohne Masken an einem Tisch saßen. Aber das war eine nicht-öffentliche Veranstaltung auf einem Privatgelände. Und in Namibia sind die Regeln, was Corona angeht, ein bisschen anders. An jedem Tisch saßen acht Personen aus nur zwei Haushalten.

Du sprichst die Kritik selbst an. In den sozialen Netzwerken wurdest du teilweise heftig angegangen. Reisen in der aktuellen Zeit seien kein gutes Vorbild. Hätte man die Reise nicht besser verschieben können?

Ich habe bis zur letzten Minute auch gedacht, dass die Reise verschoben wird. Aber diese Entscheidung hat am Ende „Fly&Help“ getroffen. Ja, man hätte es natürlich verschieben können. Aber für mich sprach erstmal nichts dagegen zu fliegen. Ich hatte auch einen negativen PCR-Test, die Inzidenzwerte in Namibia sind weit geringer als in Deutschland und dort kommen 22 Menschen auf einen Quadratkilometer. Ich muss auch generell sagen, es ist ja nicht verboten zu reisen. Ich habe auch keine Lust mich ständig rechtfertigen zu müssen, dafür dass ich solche Reisen antrete. Meine eigene Gesundheit ist mir sehr wichtig, die Gesundheit meiner Familie und meiner Mitmenschen auch. Ich weiß, wir leben in Deutschland in einer Aufreger-Gesellschaft, aber wir können und müssen uns nicht immer Corona unterordnen. Das Leben muss weitergehen und es wird weitergehen.

Als wir uns das letzte Mal zu einem Interview getroffen haben, das war im Juli letzten Jahres, hattest du die Hoffnung, dass ab April oder Mai wieder die Party-Saison losgehen kann und du wieder regelmäßig auf der Bühne stehst. Hast du die Hoffnung immer noch?

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7790704?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F3825912%2F
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/1/7790704?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F3825912%2F
Nachrichten-Ticker