Die aus Münster stammende Fotografin Barbara Klemm erhält den Folkwang-Preis
Zeitzeugin großer politischer Umbrüche

Münster/Essen. -

Die Fotografin Barbara Klemm (81) erhält 2021 den Internationalen Folkwang-Preis. Dieser ist mit 10 000 Euro dotiert. Klemm stammt aus Münster. Mehrmals hat sie schon ihre Fotografien im Rahmen von Ausstellungen im Stadtmuseum Münster präsentiert. 35 Jahre lang arbeitete sie für die FAZ.

Donnerstag, 18.02.2021, 15:40 Uhr
Barbara Klemm präsentierte 2014/15 in einer Ausstellung im Stadtmuseum Münster ihre Aufnahmen der Skulptur-Projekte.
Barbara Klemm präsentierte 2014/15 in einer Ausstellung im Stadtmuseum Münster ihre Aufnahmen der Skulptur-Projekte. Foto: Gerhard H. Kock

Sie zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen Deutschlands, ist mittlerweile 81 Jahre alt und stammt aus Münster: Die Fotografin Barbara Klemm erhält 2021 den Internationalen Folkwang-Preis. Dieser ist mit 10 000 Euro dotiert und wird seit 2010 vom Folkwang-Museumsverein vergeben. Die Preisverleihung findet am 4. Oktober 2021 im Rahmen des festlichen Jahresempfangs des Museumsvereins statt.

Ulrich Blank , Vorsitzender des Folkwang-Museumsvereins, teilte zur Begründung der Preisverleihung mit: „Barbara Klemm hat mit ihrem fotografischen Lebenswerk aus humanistischer und künstlerischer Perspektive zur Rezeption und Vermittlung von gesellschaftlichen Entwicklungen im Sinne der Folkwang-Idee entscheidende Impulse beigetragen. Sie hat damit die Etablierung der Fotografie als Kunstform jenseits ihrer Musealisierung entscheidend gefördert. Als eine Fotografin, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, hat Barbara Klemm politischem Handeln in Mitteleuropa fotografische Denkmäler gesetzt.“

Barbara Klemm

 

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Barbara Klemm, die in den vergangenen Jahren häufiger auch ihre Geburtsstadt Münster besuchte, zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen der Nachkriegszeit und hat mit ihren Reisedokumentationen, Porträts oder Aufnahmen politischer Umbrüche und alltäglicher Szenen das Bildgedächtnis Deutschlands über mehrere Jahrzehnte hinweg geprägt. Eines ihrer berühmtesten Fotos ist übrigens der „Bruderkuss“ zwischen SED-Parteichef Honecker und Sowjetführer Breschnew (1979). Es ging vielfach um die Welt.

Das Stadtmuseum in Münster würdigte ihr umfangreiches Werk mehrfach mit Ausstellungen, und zwar in den Jahren 2000, 2007 und 2014/15. Zu sehen waren Porträts und Aufnahmen der Fotografin von den Skulptur-Projekten Münster.

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