Joko Winterscheidt setzt Klaas Heufer-Umlauf ein Denkmal
„Gekommen, um zu bleiben“

Seit 15 Jahren revolutionieren sie gemeinsam als Moderatoren das Fernsehwesen. Nun hat Joko Winterscheidt seinen Kollegen und Freund Klaas Heufer-Umlauf ein ungewöhnliches Geschenk gemacht. Über das man sich streiten kann.

Donnerstag, 22.04.2021, 16:00 Uhr
Mit Loch in Herzhöhe und Flaschenöffner in Hüfthöhe: die Statue am Berliner Hauptbahnhof.
Mit Loch in Herzhöhe und Flaschenöffner in Hüfthöhe: die Statue am Berliner Hauptbahnhof. Foto:                              Paul Zinken/dpa

Vor zwei Wochen noch haben sie und ihr Haussender Pro Sieben Richtungsweisendes geboten. Sieben Programmstunden wurden zur besten Sendezeit freigeräumt, um live zu dokumentieren, wie wertvoll und belastet das Pflegepersonal in Deutschland in Pandemiezeiten ist. Eine einmalige Aktion.

Nun hatten Joko Winterscheidt und sein Kollege Klaas Heufer-Umlauf wieder den Sender besiegt und eine von ihnen zu füllende Viertelstunde gewonnen. Die Erwartungen sind inzwischen hoch. Schließlich wurden bereits brisante Themen wie Flüchtlingselend und Gewalt gegen Frauen in der von den beiden Moderatoren gewonnenen Zeit aufgegriffen.

Die jüngste Aktion aber erscheint wie von Größenwahn getrieben, sie sorgt am Mittwochabend bei manchem Zuschauer für Stirnrunzeln vor dem Bildschirm: Winterscheidt hat eine überlebensgroße Statue von Heufer-Umlauf vor dem Berliner Hauptbahnhof errichten lassen. „Ich finde, nach rund 15 gemeinsamen Jahren ist es einfach mal an der Zeit, Danke zu sagen. Danke, Klaas. Danke, dass es Dich gibt“, sagt der in einen Frack gekleidete Winterscheidt (42).

Er empfängt seinen verdutzten Showpartner (37) mit rotem Teppich und Orchester-Pomp auf der Bahnhofsterrasse und enthüllt dann ein rund zwei Meter hohes, mit roten Stoff verdecktes, kupfernes Denkmal. „Das ist das Dümmste, was du jemals gemacht hast“, entfährt es Heufer-Umlauf, der schon im Taxi blass um die Nase ist. Er weiß, dass es an diesem Abend um ihn gehen soll. Sein überzeugender Protest – „Ich habe nichts geleistet für dieses Land. Und ich bin noch nicht mal tot. Das wäre das kleinste Zugeständnis“ – bleibt wirkungslos. Die Figur sei „gekommen, um zu bleiben“ überfällt ihn Winterscheidt. Und selbst Jürgen Krogmann, der Oberbürgermeister von Oldenburg, lässt sich beim Lob für den Sohn der Stadt nicht lumpen.

Der Zuschauer am Bildschirm fragt sich derweil, wer in Berlin die Einwilligung zur Aufstellung dieser Statue mit Loch in Herzhöhe gegeben hat. Im Idealfall ist sie nur ein Jux – dann wäre es genial. Wenn nicht: Armes Berlin!

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