Erinnerung an Vertreibung
Religiöses Treffen in Telgte

Telgte -

Rund 900 Pilger trafen sich am Wochenende zur Glatzer Wallfahrt, die gleichzeitig eine große Wiedersehensfeier war.

Sonntag, 27.08.2017, 20:08 Uhr

Nicht nur zahlreiche Priester und Ordensleute, sondern auch viele Glatzer (kl. Bild) kommen zur Wallfahrt nach Telgte.
Nicht nur zahlreiche Priester und Ordensleute, sondern auch viele Glatzer (kl. Bild) kommen zur Wallfahrt nach Telgte. Foto: Pohlkamp

Seit mehr als 70 Jahren gibt es die Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatz. Am Wochenende trafen sich deshalb rund 900 Pilger in Telgte: Aus allen Teilen Deutschlands waren sie gekommen, um an die Vertreibung zu erinnern. Die Glatzer Wallfahrt entwickelte sich im Laufe der Jahre zum bedeutendsten religiösen Bekenntnis der rund 160 000 vertriebenen Katholiken aus der Grafschaft.

Auch die 71. Glatzer Wallfahrt nutzen viele Vertriebene für ein Wiedersehen. Manche kommen schon seit Jahrzehnten. Andere sind erstmals dabei. So etwa die drei Brüder Mach, die aus Borken und Nürnberg angereist sind. Sie haben Telgte als Mittelpunkt der Begegnung, des Wiedersehens und der Erinnerung gewählt.

Höhepunkt war am Samstag der Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt. Propst Dr. Michael Langenfeld begrüßte in der voll besetzten Wallfahrtskirche die zahlreichen Pilger, versprach ihnen für 2018 eine vollkommen „neue Kapelle“ und wünschte allen gute Begegnungen.

Begonnen hatte die Wallfahrt bereits am Freitag mit einer Priesterkonferenz im Telgter Rathaus. Danach folgten eine Vesper und ein Vortrag des CDU-Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier. Mit einer Andacht und einer Lichterprozession endete der Auftakt. Mit einer feierlichen Schlussandacht am Samstagnachmittag und einer Predigt von Pfarrer Christof Dürig aus Frechen endete die 71. Glatzer Wallfahrt. Der Malteser Hilfsdienst aus Telgte kümmerte sich um die Wallfahrer.

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