Bilanz der NRW-Bank
Geldspritze für die Schulen

Düsseldorf/Münster -

Bei der NRW-Bank läuft das Geschäft – gefördert wird selbst dann, wenn es bei den Banken günstige Kredite gibt. Folge: Das Fördervolumen wächst.

Dienstag, 20.03.2018, 16:03 Uhr

Der Vorstand präsentierte am Dienstag in Düsseldorf die Bilanz der NRW-Bank (von links): Eckhard Forst (Vorstandsvorsitzender), Michael Stölting, Gabriela Pantring und Dietrich Suhlrie.
Der Vorstand präsentierte am Dienstag in Düsseldorf die Bilanz der NRW-Bank (von links): Eckhard Forst (Vorstandsvorsitzender), Michael Stölting, Gabriela Pantring und Dietrich Suhlrie. Foto: dpa

Auch im Niedrigzinsumfeld hat die NRW-Bank mit Sitz in Münster und Düsseldorf ihr Fördervolumen weiter gesteigert – und zwar um vier Prozent auf 11,6 Milliarden €. Wie der Vorstandsvorsitzende der nordrhein-westfälische  Förderbank, Eckhard Forst, am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, erreichte das Arbeitsfeld „Wirtschaft“, in dem Gründungen und Innovationen, aber auch speziell mittelständische Firmen gefördert werden, 2017 mit 14 Prozent den höchsten Zuwachs – auf 3,7 Milliarden € .

Größtes Förderfeld ist die Sparte „Infrastruktur/Kommunen“, die um drei Prozent auf 5,4 Milliarden €  wuchs. In diese Rubrik fällt auch das Anfang 2017 neu aufgelegte Programm „NRW.Bank.Gute Schule 2020“ im Volumen von 500 Millionen € . Allerdings haben die Kommunen des Landes im vergangenen Jahr nicht einmal die Hälfte der bereitgestellten Fördermittel für die Sanierung von Schulen abgerufen. Ins­gesamt 240 Städte und Gemeinden hätten aus dem Programm 222,5 Millionen €  erhalten, berichtete die NRW-Bank.

Das Geld sei aber nicht verloren, betonte Vorstandsmitglied Gabriela Pantring , die bei der NRW-Bank unter anderem die Region Münsterland betreut. Das Geld könne 2018 zusätzlich ausgezahlt werden, sagte die gebürtige Osnabrückerin. „Viele Kommunen haben den Mittelabruf bewusst ins Jahr 2018 geschoben, weil sie entweder mehr Vorlaufzeit für Planungen benötigen, oder weil sie größere Projekte planen und 2018 auf zwei Jahreskontingente zugreifen können“, sagte Pantring.

Bis zum Jahr 2020 stehen jährlich für die Sanierung der Schulen, inklusive einer Verbesserung der digitalen Ausstattung, 500 Millionen €  zur Verfügung. Die Kommunen müssen keine Zinsen zahlen und haben 20 Jahre Zeit, die Darlehen zurückzuzahlen.

Im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region hat die NR W-Bank das Volumen ihres Förderbereichs „Infrastruktur/Kommunen“ mehr als verdoppelt – von 219 auf 511 Millionen € . Insgesamt wuchsen die Neu­zusage des Instituts im Regierungsbezirk Münster im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 1,56 Milliarden € .

Für 2018 kündigte die NRW-Bank den Ausbau zweier Förderfelder an: Das sind die Eigenkapitalfinanzierung für Gründer und mittelständische Unternehmen sowie die Beratung im gewerblichen Umfeld.

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