„Reallabor für Mobilität im ländlichen Raum“
Nordkirchen fährt voran

Nordkirchen -

Wir müssen Mobilität im ländlichen Raum neu denken – das klingt wie eine etwas abgedroschene Floskel. Doch sie umschreibt eine wichtige Herausforderung: Für die Menschen in Gebieten wie dem Münsterland sind funktionierende Konzepte für ein passendes Verkehrssystem immens wichtig.

Freitag, 03.08.2018, 19:00 Uhr

Bodo Middeldorf (M.), verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, schaute sich zusammen mit Bürgermeister Dietmar Bergmann (l.) und Klaus Ehling vom Münsterland e.V. in Nordkirchen um.
Bodo Middeldorf (M.), verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, schaute sich zusammen mit Bürgermeister Dietmar Bergmann (l.) und Klaus Ehling vom Münsterland e.V. in Nordkirchen um. Foto: Anne Büscher / Gmd. Nordkirchen

„Wir wollen uns an die Spitze der Bewegung setzen“, sagte der Vorsitzende des Münsterland e.V., Klaus Ehling , am Freitagnachmittag bei einem Pressegespräch im Rathaus von Nordkirchen. Soll heißen: Das Münsterland möchte mit vereinten Kräften an Konzepten arbeiten, die beispielsweise die Verkehrsarten besser miteinander verbinden, neue Techniken wie eBikes oder die Chancen der Digitalisierung nutzen. „Die Frage ist: Wie kann ich Mobilität sicher stellen, ohne dass ich mir ein Auto kaufen muss?“

„Wir stehen in den kommenden Jahren vor wachsenden Herausforderungen“, erklärte Bodo Middeldorf , verkehrspolitischer Sprecher der FDP im NRW-Landtag. Es gebe aber auch enorm viele neue Möglichkeiten. Schon durch die Digitalisierung – noch so ein Schlagwort. Sie ermögliche es, an Dinge wie einen bei Bedarf fahrenden Bus zu denken.

Das Land feilt an Förderprogrammen, im kommenden Jahr sollen Millionen fließen. Das funktioniert nur, wenn es vor Ort Initiativen gibt, die das Geld sinnvoll einsetzen. Deshalb wirbt Middeldorf, schon jetzt dafür, Projekte zu entwickeln, für die im kommenden Jahr Geld beantragt werden kann. Am Freitag schaute er sich Probleme und Lösungsideen in Nordkirchen an. Die Gemeinde bemüht sich, in der vom Münsterland e.V. angeschobenen Initiative „Mobiles Münsterland – Reallabor für Mobilität im ländlichen Raum“ vorneweg zu fahren. Zum Beispiel mit einem „Mobilpunkt“, der mehr bietet als einen Fahrkartenautomaten. Paketstationen vielleicht oder Kühlfächer, Lastenfahrrad-Verleih . . .

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