Baukonzept beim DOKR
DOKR: Zeit für moderne Stallboxen

Warendorf -

Ab nächstem Jahr geschieht auf dem Gelände des Bundesstützpunktes Reiterei an der Freiherr-von-Langen-Straße einiges mehr als der Trainingsbetrieb und die Championate: Ein Stall wird neu gebaut, ein alter danach abgerissen und durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt. Aber das ist nicht alles.

Donnerstag, 07.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 16:18 Uhr
Rainer Reisloh, Geschäftsführender DOKR-Vorstand Bereich Personal und Finanzen – vor der Reithalle. Um sie herum passiert in den kommenden Jahren einiges.
Rainer Reisloh, Geschäftsführender DOKR-Vorstand Bereich Personal und Finanzen – vor der Reithalle. Um sie herum passiert in den kommenden Jahren einiges. Foto: Jörg Pastoor

„Masterplan“ klingt aufwendig. Ist es auch: Beim Deutschen Olympiade-Komittee für Reiterei stehen zunächst für nächstes Jahr und dann 2021 Neubauten für zwei Hallen an. Später geht es um Verbesserungen der Freiflächen und dann einmal um die Optimierung der Reitplätze. Dafür will sich der Kreis um Rainer Reisloh, Geschäftsführender Vorstand im Bereich Personal und Finanzen, aber noch Zeit lassen.

Gerade die Stallboxen entsprechen nicht mehr den Anforderungen.

Rainer Reisloh

Der erste Bauabschnitt an an der Freiherr-von-Langen-Straße liegt Jahrzehnte zurück. Damals entstanden die ersten Gebäude – die Springhalle und die Boxen, erzählt Rainer Reisloh den WN . „Und gerade die Stallboxen entsprechen nicht mehr den Anforderungen, die man heute hat.“ Also habe man sich diesen Komplex näher angeschaut und festgestellt: „Letztendlich sehen wir uns gezwungen, den Stall abzureißen.“ Bei näherer Betrachtung dieses Teils, den Reisloh das „Herz“ des Olympiastützpunktes nennt, sei dann klar geworden, dass sich eine vermutlich ein Jahr lang dauernde Baustelle mitten im Gelände nicht ohne Pro­bleme einplanen lasse. „Schließlich haben wir hier 3000 Pferde pro Jahr, die bei Lehrgängen oder dauerhaft eingestellt sind. Wenn wir abreißen, dann müssen wir auch darüber nachdenken.“ Baustellenverkehr bringe da Unruhe und auch Gefährdungen mit.

Neuorganisation des „Herzens“

Zunächst soll nun am Rand des Areals ein Lehrgangsstall ganz neu gebaut werden. Sobald die in Betrieb geht, werde man die alte Halle abreißen – auch, um eine Bleibe für die 40 eingestellten Tiere zu haben. Die Erneuerung des abgerissenen Stallkomplexes ist 2021 geplant. Reisloh: „Das alles ist schon sehr konkret. Wir hatten letztes Jahr eine Bauvoranfrage beim Kreis gestellt, weil es ja bei der Stadt nicht ging. Ende Januar haben wir positiven Bescheid erhalten. Damit werden wir jetzt an die Planung gehen, auch was die Einwerbung von Bundesmitteln angeht.“ Allein könne man die Kosten nicht tragen.

Ende Januar haben wir positiven Bescheid erhalten.

Rainer Reisloh zur Bauvoranfrage

Es habe auch Gespräche mit dem städtischen Baudirektor gegeben, in deren Rahmen sich die Beteiligten das gesamte Gelände des einzigen Bundesstützpunktes Reiterei in Deutschland angesehen haben. „Bestimmte Flächen sind ja im Moment gar nicht bebaubar, wir wollen da auch planerisch eine Flexibilität schaffen, die wir jetzt nicht haben“, so Reisloh. Die Schotterfläche im Nordwesten des DOKR-Geländes zum Beispiel, auf der jetzt Lkw parken, werde nach den Umbauten nicht mehr gebraucht, ist dann Platzreserve. Damals habe man nur hier den Raum für die Wagen schaffen können. Demnächst parken sie dann am neuen Stall im Nordosten des Geländes.

Auch im Wald ist noch einiger Platz

Einen kurzen Blick in die weitere Zukunft öffnet Reisloh noch in Bezug auf den Sportbetrieb: „Wenn man dann in zehn Jahren vielleicht mal die Reitplatz-Situation optimieren möchte . . . aber dafür müssten wir in den Wald eingreifen.“

Auch Futter und Mist können nach den Umbauten anders gelagert werden.

Auch Futter und Mist können nach den Umbauten anders gelagert werden. Foto: Jörg Pastoor

Themen genug also für den „Masterplan“ des DOKR , der die Fachausschüsse des Rates sicher noch einige Male beschäftigen wird. Die Mitglieder des ersten, des Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschusses, hatten wie berichtet die nachrichtlich von Baudirektor Peter Pesch mitgeteilten Überlegungen wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Der alte Stall mit seinen beiden Flügeln im Vordergrund wird 2021 abgerissen.

Der alte Stall mit seinen beiden Flügeln im Vordergrund wird 2021 abgerissen. Foto: Jörg Pastoor

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