Beschwerde gegen Ausschreibung
B 67n in der Verlängerung

Dülmen -

Alles, was zwischen Autobahnanschluss Dülmen-Nord und Merfelder Bahnhof in diesen Tagen zu sehen ist, ist das Brückenbauwerk an der B 474. Obwohl das Teilstück der B 67n zwischen der Autobahnabfahrt Dülmen-Nord und Merfelder Bahnhof jetzt gebaut werden sollte. Doch daraus wird nichts.

Mittwoch, 06.03.2019, 12:20 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 12:22 Uhr
Die Brücke an der B 474 wird noch planmäßig fertiggestellt. Die zugehörige Straße lässt auf sich warten.
Die Brücke an der B 474 wird noch planmäßig fertiggestellt. Die zugehörige Straße lässt auf sich warten. Foto: Markus Michalak

Straßen.NRW hat allen Bauunternehmen mitgeteilt, dass die Ausschreibung wiederholt wird. Vor dem zweiten Halbjahr 2019 sei nicht mehr mit einer Auftragsvergabe zu rechnen. Damit geht eines der ambitioniertesten Straßenbauprojekte in der Region, dessen Planungsgeschichte 50 Jahre zurückreicht, um mindestens ein Jahr in die Verlängerung.

Verantwortlich hierfür ist die gleichzeitige Ausschreibung für die Archäologen. Diese müssen Bodendenkmäler dokumentieren, bevor der Straßenbau die Flächen versiegelt. „Eines der Unternehmen, das sich an der europaweiten Ausschreibung beteiligte, hatte bei der Bezirksregierung Münster Beschwerde gegen unseren Ausschreibungstext eingelegt. Er sei missverständlich. Die Bezirksregierung hat den Einwand geprüft und bestätigt“, sagt Christian Drescher , Abteilungsleiter Straßenbau.

„Wir hatten die vier archäologischen Punkte auf diesem Bauabschnitt mit dem Landschaftsverband Westfalen Lippe identifiziert und die Ausschreibung mit Experten formuliert.“ Es half nichts. Die Ausschreibung muss wiederholt werden, erklärt Drescher. „Wir haben das Verfahren vor der Auftragsvergabe gestoppt, um uns keinem Klagerisiko auszusetzen.“

Der Straßenbau sei zeitgleich mit der Archäologie ausgeschrieben worden, „weil wir ja diesen wichtigen Teilabschnitt schnell erledigen wollten“. Doch jetzt sei der zeitliche Abstand zwischen Archäologie und Straßenbau zu groß. „Wir müssen beide Aufträge deshalb komplett neu vergeben.“ Wie lange es dauert, bis der Asphalt auf die Straße kommt, wagt er nicht zu sagen.

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