Nervosität macht Zöllner stutzig
309 000 Euro in Sitzlehnen versteckt

Gildehaus -

In den Rückenlehnern eines Fahrzeuges haben Zollbeamte am Sonntagabend bei einer Kontrolle auf der Autobahn 30 bei Gildehaus 309 000 Euro Bargeld gefunden. Das teilte das Hauptzollamt Osnabrück am Mittwoch mit.

Mittwoch, 26.06.2019, 08:40 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 17:36 Uhr
In den präparierten Rückenlehnen eines Pkw hat am Sonntag ein 45-Jähriger 309 000 Euro nach Deutschland einzuschmuggeln versucht.
In den präparierten Rückenlehnen eines Pkw hat am Sonntag ein 45-Jähriger 309 000 Euro nach Deutschland einzuschmuggeln versucht. Foto: Hauptzollamt

In den Rückenlehnern eines Fahrzeuges haben Zollbeamte des Hauptzollamtes Osnabrück am Sonntagabend bei einer Kontrolle auf der Autobahn 30 bei Gildehaus 309 000 Euro Bargeld gefunden. Das teilte das Hauptzollamt Osnabrück am Mittwoch mit.

Der 45-jährige Fahrer des Wagens gab an, für zwei Tage bei Verwandten in Amsterdam gewesen zu sein. Die Frage nach mitgeführten Waffen, Betäubungsmitteln oder größeren Bargeldbeständen verneinte er. Da der Reisende sehr nervös wirkte, entschlossen sich die Zöllner zu einer Intensivkontrolle des Autos, heißt es in einer Mitteilung des Zolls.

Bei der Durchsicht des Wagens stellten die Ermittler fest, dass die Rückenlehnen der beiden Rückensitzteile von hinten mit einem zusätzlichen Teppichboden verklebt waren. Beim Lösen der Verklebungen entdeckten die Beamten in beiden Rückenlehnen jeweils eine Blechplatte. Hinter diesen Platten kamen 309 000 Euro in Blechkästen zum Vorschein.

Auf Befragen teilte der Reisende mit, dass er vorhatte, sich mit dem Geld ein Boot zu kaufen, jedoch kein entsprechendes finden konnte. Wegen der fehlenden Anzeige des Bargelds leiteten die Zollbeamten ein Bußgeldverfahren ein. Die Gesamtsumme des Bargelds wurde sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen hat die Gemeinsame Ermittlungsgruppe vom Zollfahndungsamt Essen und dem Landeskriminalamt aus Nordrhein-Westfalen übernommen.

Die Kontrolleinheiten des Zolls überwachen nach Angaben des Hauptzollamtes Osnabrück den Verkehr mit Bargeld und gleichgestellten Zahlungsmitteln über die Grenzen Deutschlands zu anderen Mitgliedstaaten der EU und im Landesinnern. Anzeigepflichtig sind Bargeld und diesem gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert von mehr als 10 000 Euro je Person. Durch die Anzeigepflichtigen sind auch die Herkunft, der wirtschaftlich Berechtigte sowie der Verwendungszweck darzulegen, so der Zoll zu gesetzlichen Vorschriften.

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