79. Krippenausstellung im Telgter Museum Religio eröffnet
Licht bedeutet Leben

Telgte -

Die 79. Krippenausstellung im Museum Religio ist am Samstagnachmittag eröffnet worden. Sie trägt in diesem Jahr den Titel „Auf der Suche nach dem Licht der Welt“. Viele Interessierte, zahlreiche Ehrengäste und die 100 Krippenkünstler waren in die Clemens-Kirche gekommen.

Sonntag, 10.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 12.11.2019, 16:03 Uhr
Sie eröffneten die 79. Telgter Krippenausstellung: (v.r.) Brigitte Klausmeier als Vorsitzende des Verwaltungsrates, Prof. Dr. Thomas Flammer, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Bistums Münster mit seinen Kindern, Museumsleiterin Dr. Anja Schöne, Landrat Dr. Olaf Gericke und der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe.
Sie eröffneten die 79. Telgter Krippenausstellung: (v.r.) Brigitte Klausmeier als Vorsitzende des Verwaltungsrates, Prof. Dr. Thomas Flammer, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Bistums Münster mit seinen Kindern, Museumsleiterin Dr. Anja Schöne, Landrat Dr. Olaf Gericke und der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe. Foto: Pohlkamp

„Diese 79. Krippenausstellung ist ein echtes Highlight für Telgte, für den Kreis Warendorf und für das Münsterland.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke die Gäste und die 100 Krippenschaffenden mit ihren Familien am Samstagnachmittag in der Clemens-Kirche. „Das Motto der Krippenausstellung“, so der Landrat, „passt wunderbar in diese dunkle Zeit. Wenn es uns gut geht, so geht es vielen Menschen allerdings auch nicht gut. Mögen unsere Gedanken auch gerade in der Vorweihnachtszeit bei den Menschen sein, die im Schatten stehen.“

Nach monatelanger Vorbereitung hatte sich auch Museumsleiterin Dr. Anja Schöne auf diesen Eröffnungstag gefreut. „Geschafft.“ Professor Dr. Thomas Flammer, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Bistums Münster, lobte in seinem Grußwort die hervorragende Leistung des gesamten Museumsteams: „Punktlandung“, nannte er das und zeigte sich beeindruckt, dass es dem Museum jedes Jahr erneut gelinge, Krippen zu einem immer wieder wechselnden Thema zu präsentieren.“

120 Krippen tragen das Motto „Auf der Suche nach dem Licht der Welt“. Dazu gehören traditionelle Figurenkrippen aus unterschiedlichen Materialien, moderne Gestaltungen des Themas der Ausstellung in Auseinandersetzung mit der Weihnachtsgeschichte und schließlich Arbeiten, die das Konsumweihnachten der heutigen Zeit kritisch kommentieren.

Anja Schöne sieht in dem Motto „Auf der Suche nach dem Licht“ auch die Möglichkeit, anderen Licht zu geben, etwa durch Trostspenden, Barmherzigkeit oder Hilfeleistung. Sie nannte das Plakatmotiv der Ausstellung von Christa Tenkmann aus Rheine als Symbol hierfür: „Jesus liegt in einer erleuchteten Weltkugel, vor der drei Menschenpaare zu sehen sind, die helfen, geben und trösten.“

Die Museumsleiterin lobte das Engagement, die Kreativität und die Hingabe der Künstlerinnen und Künstler. Sie beleuchtete das Thema Licht. Licht bedeute Leben.

Was bedeutet Licht symbolisch? Dazu hatten sich die Künstler ihre eigenen Gedanken gemacht. Beispielsweise die Künstlergruppe H2N, die sich dem Thema anhand von Lichtsternen genähert hat, auf denen gute Taten geschrieben stehen, mit denen einzelne Menschen Licht in die Welt gebracht haben. Transparenz und Licht seien ein durchgängiges Thema dieser Ausstellung. Bis zum 26. Januar ist diese einzigartige Ausstellung zu sehen.

Propst Dr. Michael Langenfeld bezeichnete die Krippendarstellungen als Glaubenszeugnisse. „Wir suchen gezielt nach dem Licht der Welt. Die Künstler der diesjährigen Krippenausstellung helfen uns bei der Suche. Menschen schließen sich auf verschiedenen Ebenen zusammen, machen sich gemeinsam auf den Weg und suchen nach Lösungen.“ Auf der Suche nach dem Licht sei das etwas sehr Ermutigendes. Es sei keine Schande, auf der Suche zu sein. Dr. Michael Langenfeld: „Wenn andere auch suchen, bin ich bei der Suche nicht mehr allein.“ Dann wandte er sich noch einmal an die Krippenschaffenden ganz persönlich: „Wenn auch die 79. Krippenausstellung dazu beiträgt, dass Menschen die wahre Sehnsucht ihres Lebens spüren und gleichzeitig das Licht des Lebens entdecken, dann haben sich ihre Anstrengungen gelohnt.“

Musikalisch umrahmt wurde diese festliche Eröffnungsveranstaltung von der Blockflötistin Gudula Rosa aus Münster, die auf ihrer Blockflöte mit Musik von Corelli, Bach, Händel und Vivaldi für ein tolles Klangerlebnis sorgte: Musik auf allerhöchstem Niveau. Begleitet wurde sie von der Cembalistin Nino Saakadze.

Bevor alle Teilnehmer dieser Eröffnungsveranstaltung die Krippenausstellung besuchten, warb die Museumsleiterin bei den anwesenden Krippenschaffenden dafür, sich auch im kommenden Jahr an der 80. Krippenausstellung zu beteiligen.

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