Kampfszenen in der Nahrath-Brache
„Bullshit“-Dreharbeiten im Endspurt

Ahlen -

Die Dreharbeiten für die Kino-Komödie „Faking Bullshit“ steuern der Zielgeraden entgegen. Und da gibt‘s noch einmal Action: Zwar fliegt nun nichts mehr in die Luft, dafür fliegen Fäuste.

Dienstag, 12.11.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 12.11.2019, 18:45 Uhr
Fast wie ein Kriegsschauplatz mutet die von Vandalismus gebeutelte Nahrath-Brache an, als das Filmteam von „Faking Bullshit“ seine Kampfszene mit Adrian Topol (M.) dreht.
Fast wie ein Kriegsschauplatz mutet die von Vandalismus gebeutelte Nahrath-Brache an, als das Filmteam von „Faking Bullshit“ seine Kampfszene mit Adrian Topol (M.) dreht. Foto: Christian Wolff

Die verrosteten Lüftungsventilatoren drehen sich gespenstisch im Wind. Ein Teil der Dachkonstruktion hängt bedenklich haltlos in der Luft. Unkraut macht sich breit an den einstigen Produktionshallen des Emaillierwerks an der Industriestraße. Und mittendrin gehen sich ein paar gestandene Männer an den Kragen: Schlägerei!

Kein Zufall, keine Straftat, keine Unbefugten – vielmehr durchgeplante Fiktion: Erneut hat sich das Filmteam von „Faking Bullshit“ eine markante Ahlener Kulisse als Drehort ausgesucht. Die aktuelle Szene inmitten der durch Vandalismus arg gebeutelten Nahrath-Brache wirkt dabei fast wie ein Kriegsschauplatz. „Hat was von Bombenangriff“, meint ein junger Mann aus dem Team, während sich Schauspieler Adrian Topol auf den nächsten Schlag vorbereitet. Der darf natürlich nicht sitzen, denn wie vieles beim Film sind auch die fliegenden Fäuste millimetergenau vorbereitet. Und verfehlen ihr Ziel.

Hat was von Bombenangriff.

Ein Mitglied der Filmcrew beim Einrichten der Nahrath-Szene

Eine nahezu reale Schlägerei

Topols Opfer, ein echter Stuntfachmann, weiß seine Bewegungen so geschickt einzusetzen, dass es auf der Leinwand gnadenlos brutal rüberkommt. Damit die „Kloppe“ noch realistischer wirkt, wird sein Körper beim fiktiven Auftreffen der Faust mit Hilfe einer Leine ruckartig nach hinten gezogen. Dieser einfache wie wirkungsvolle Kniff wird in der Postproduktion selbstverständlich wegretuschiert.

„Noch einmal!“, ruft Regisseur Alexander Schubert . Nach mehreren Anläufen ist diese Sequenz im Kasten und auch Regieassistent Cornel Krizsan zufrieden, der neben der Verantwortung für das reibungslose Abarbeiten des Drehplans auch den regelmäßigen Blick zur Uhr nicht vergessen darf. Denn am Nachmittag geht‘s schon wieder weiter in Richtung Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz.

Dreharbeiten in der Industrieruine Nahrath

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Schubert hat das Nahrath-Gelände vor gut drei Monaten zum ersten Mal gesehen, als die Truppe mögliche Locations auslotete. Da war das Drehbuch schon fertig. Aufgrund der faszinierenden Optik mit seinen nach wie vor standfesten Betonelementen und den vergänglichen Teilen der hölzernen Treppen- und Dachkonstruktionen baute das Ensemblemitglied der „Heute-Show“ den seit 1992 leerstehenden Bau dennoch ein – als Traumszene mit hartem Inhalt. „Selbst wenn das Rathaus oder diese Fabrik einmal abgerissen werden . . . in unserem Film bleiben sie sichtbar“, sinniert Schubert mit entspannter Miene – auch aufgrund der blessurenfrei abgedrehten Schlägerei.

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