Corona-Verdacht nicht bestätigt / Aber Schüleraustausch fällt aus
Für Schüler und Lehrer eine „bittere Nachricht“

Greven -

Corona und die Folgen: Der für die kommende Woche geplante Frankreich-Austausch von Schülern des Augustinianums mit der französischen Partnerstadt Montargis fällt aus.

Samstag, 07.03.2020, 15:14 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:02 Uhr
Schüler aus Montargis und Greven.
Schüler aus Montargis und Greven. Foto: Stadt Greven

Erst die gute Nachricht: In den sozialen Medien war jetzt vom ersten Corona-Fall in Greven die Rede. Und tatsächlich: In einer Grevener Arztpraxis hatte sich eine Frau gemeldet, die in Kontakt mit einem nachweisbar Infizierten gestanden hatte. Aber: Der durchgeführte Test fiel negativ aus, bestätigte der behandelnde Arzt auf Nachfrage dieser Zeitung.

Jetzt die schlechte Nachricht: Der für die kommende Woche geplante Frankreich-Austausch von Schülern des Augustinianums mit der französischen Partnerstadt Montargis fällt aus. Wie Dirk Pomplum vom Partnerschaftskomitee erklärte, sei Frankreich-weit beschlossen worden, in diesem Jahr den Schüleraustausch wegen des Corona-Virus einzuschränken.

„Das ist für alle Schülerinnen und Schüler und die Kolleginnen, die bei uns in der Schule und auf französischer Seite den Austausch organisieren, eine bittere Nachricht“, sagt der kommissarische Leiter der Schule, Andreas Henke . Sie betreffe sowohl den Hin- als auch den Rückbesuch aus Frankreich. Henke hat allerdings mit dem Leiter des Collège Le Grand Clos aus Montargis, Fabien Polidoro, nach einem Ersatztermin gesucht: „Wir hoffen, noch in diesem Jahr ein Zeitfenster zu finden.“ Insgesamt sind 31 Schüler aus den Jahrgängen 7 bis EF sowie vier begleitende Lehrer betroffen.

Ob auch der gleichzeitig geplante Besuch einer Grevener Delegation in Montargis dem Viren-Verdacht zum Opfer fällt, stehe noch nicht ganz fest, so Dirk Pomplun, aber es sei wahrscheinlich. Traditionell kommen die Franzosen zum Grevener Karneval und die Grevener besuchen die Miss-Montargis-Wahlen im März.

In Frankreich gibt es strenge Sicherheitsmaßnahmen, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Zahlreiche Schulen sind geschlossen, etliche Großveranstaltungen abgesagt worden.

Auch in der Grevener Kita Il Nido ist man vorsichtig. „Wir vom Flohmarkt-Team haben entschieden, den Flohmarkt im März abzusagen“, erklärte jetzt der Grevener Stephan Brämer, „nur aus Sicherheitsgründen und da die Situation nicht mehr richtig zu überblicken ist.“ Auch in Reckenfeld und in Münster haben schon einige Kitas ihre Flohmärkte abgesagt.

Bei Greven Marketing habe es bisher einige Anrufe gegeben, ob Veranstaltungen stattfinden. Geschäftsführer Peter Hamelmann: „Unsere Veranstaltungen finden alle statt.“ Vorläufig.

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