Freilichtbühne Reckenfeld
Kinderstück für 2020 abgesagt - Erwachsenenstücke noch offen

Reckenfeld -

Nun ging es nicht mehr anders: Das Team der Freilichtbühne hat alle geplanten Aufführungen des Kinderstückes Ritter Rost für dieses Jahr abgesagt, weil die Probenzeit einfach nicht mehr ausreichen würde. Die Erwachsenenstücke könnten frühestens im Juli starten.

Mittwoch, 06.05.2020, 09:56 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 15:56 Uhr
Volles Haus: Ob man das in diesem Jahr an der Freilichtbühne Reckenfeld noch erleben wird, ist derzeit offen.
Volles Haus: Ob man das in diesem Jahr an der Freilichtbühne Reckenfeld noch erleben wird, ist derzeit offen. Foto: Ulrich Gunka

Lange haben die Aktiven der Freilichtbühne die Entscheidung hinausgezögert. Nun aber gab es keine Alternative mehr: In dieser Saison wird es kein Kinderstück geben. Der eigentliche geplante „Ritter Rost“ entfällt. Grund: Das Stück wäre neu ins Repertoire aufgenommen worden, die im Winter schon begonnenen Proben mussten dann im März jäh unterbrochen werden.

An dem Status hat sich bis heute nichts geändert. „Wir brauchen einfach diese Probenzeit“, erklärt Bühnen-Geschäftsführerin Petra Niepel . Zumal das Kinderstück immer relativ früh in der Saison anlaufe. Der Spielplan sah eigentlich vor, dass „Ritter Rost und die neue Burg“ am 23. Mai erstmals aufgeführt wird. Ein Plan, der angesichts der Umstände auf keinen Fall zu halten ist.

Offen wie es mit den Erwachsenenstücken weitergeht

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Mit der Absage ist zugleich der Beschluss gefasst worden, Ritter Rost im nächsten Jahr aufzuführen. „Wir haben ja schon Vorbereitungen getroffen, etwa Kostüme beschafft oder die Rollenbesetzung vorgenommen“, erklärt Petra Niepel. Wer bereits Karten gekauft hat, kann sich diese erstatten lassen, betont sie. Das Kinderstück steuert sonst immer den Löwenanteil der Besucherzahlen bei.

Die wichtigsten Infos zur Maskenpflicht in NRW

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  • Die Stadt Münster hatte als erste Großstadt in Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben, eine Maskenpflicht einzuführen - später zog das Land nach. Ab dem 27. April gilt dies. Doch wo werden die Masken überall zur Pflicht? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

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  • Wann muss ich die Maske tragen?

    Immer dann, wenn eine Dienstleistung in Anspruch genommen oder erbracht wird und der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, müssen Nase und Mund bedeckt werden.

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  • Wo muss ich die Maske tragen?

    Die Maskenpflicht gilt im öffentlichen Personennahverkehr, an Haltestellen, in Bahnhöfen und im Taxi, beim Einkauf im Einzelhandel und bei der Erbringung und Einholung von Dienstleistungen. Also auch in Apotheken, Arztpraxen, Tankstellen und auf Wochenmärkten sowie bei der Abholung von Speisen und Getränken. Für Beschäftigte kann eine Plexiglas-Abtrennung die Maskenpflicht ersetzen.

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  • Wer muss eine Maske tragen?

    "Betroffen von der Verpflichtung sind alle Personen ab Vollendung des fünften Lebensjahres", heißt es in einer Mitteilung der Stadt Münster. 

    Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Pflicht befreit“, stellt NRW-Gesundheitsminister Laumann klar.

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  • Welche Art von Maske muss ich tragen?

    Ja, aber es sollte eigentlich nur für eine Übergangszeit sein. „Wenn man bis Montag keine Maske besorgt hat, darf man auch einen Schal oder ein Tuch tragen“, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Wolfgang Heuer, Leiter des Krisenstabs in Münster, bittet sogar darum, zertifizierte Masken Krankenhäusern, Arztpraxen, der Pflege oder dem Rettungsdienst vorzubehalten. Grundsätzlich gilt es, Mund und Nase zu verdecken. 

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  • Was passiert, wenn ich keine Maske trage?

    Wer keine Maske trägt, darf aus Geschäften oder Bussen verwiesen werden. Das Land hat bewusst keine feste Summe für mögliche Bußgelder festgelegt, sondern überlässt deren Höhe den Ordnungsämtern der Kommunen. Das Bußgeld soll auch nicht sofort angeordnet werden, sondern erst, wenn sich Betroffene nach einem entsprechenden Hinweis weigern, Masken aufzusetzen.

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  • Welche Regelung gibt es für Schulen?

    Eine landesweite Pflicht gilt hier nicht. Die Entscheidung treffen die jeweiligen Schul-Leitungen. Dabei spielt der gebotene Mindestabstand eine wichtige Rolle. Besonders an die Schülerinnen und Schüler, die zur Prüfungsvorbereitung in die Schulen zurückkehren, richtet sich die Bitte des Krisenstabs in Münster, schon ab sofort in Bus und Bahn eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. 

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  • Wie kann ich mir eine Maske selbst nähen?

    Die Stadt Münster hat auf ihrer  Homepage  eine Nähanleitung in gleich mehreren Sprachen veröffentlicht. Zudem gibt es auch Videos im Netz, in denen das Nähen erläutert wird.

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  • Hat die Maskenpflicht einen Einfluss auf das Abstandsgebot?Nein, dieses gilt weiter in vollem Umfang. „Es wäre gefährlich, wenn die Maske ein zu großes Gefühl der Sicherheit geben würde“, sagt NRW-Gesundheitsminister Laumann: „Das Abstandsgebot ist aber viel wichtiger.“

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  • Dürfen die Masken auch beim Autofahren getragen werden?Laut ADAC Nordrhein grundsätzlich ja. Allerdings müsse das Gesicht deutlich erkennbar sein, sonst droht ein Bußgeld von 60 Euro. In Taxis muss der Fahrgast eine Maske tragen. In Fahrschulen sowohl der Lehrer als auch der Schüler. Es darf zudem kein weiterer Schüler auf der Rückbank mitfahren. Dort darf nur ein Prüfer im Fall der Prüfung sitzen - natürlich mit Maske.

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  • Können Restaurants und Kneipen bald wieder öffnen?Ziemlich sicher nicht. „Dieses Thema sehe ich derzeit nicht“, sagt Laumann: „Dazu gehört mehr als die Frage nach einer Maskenpflicht.“ 

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  • Erleichtert die Maskenpflicht Besuche im Alten- oder Pflegeheim?Noch nicht sofort. Ein Gutachten soll aber Wege aufzeigen. Dafür müssen aber auch Einzelfall-Fragen geklärt werden. Zum Beispiel, ob Besucher direkt zu ihren Angehörigen gelangen können, ohne durch das gesamte Heim zu gehen.

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  • Tragen die Fußballprofis Masken auf dem Platz?Nein, sagt DFB-Chefmediziner Tim Meyer. „Wenn Spieler mit Masken spielen würden, das fände aus meiner Sicht keine Akzeptanz“, sagte Meyer, der die medizinische Task Force zur Fortsetzung der Bundesliga leitet, der Deutschen Presse-Agentur. Das Bundesarbeitsministerium prüft nach „Spiegel“-Informationen aber die Möglichkeit, Profis bei einem Neustart der Bundesliga mit Gesichtsmasken spielen zu lassen.

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Noch offen ist wie (und ob) es mit den beiden Erwachsenenstücken weitergeht. Der große Vorteil ist, dass sowohl die „Pension Schöller“ als auch der „Käfig voller Narren“ Wiederaufnahmen des vergangenen Jahres sind. „Da kommen wir mit zwei Wochen Proben aus. Dadurch sind wir sehr flexibel“, sagt die Leiterin der Geschäftsstelle. Dies sei ein sehr großer Vorteil gegenüber anderen Bühnen. Fast alle im näheren und weiteren Umfeld haben bereits die komplette Saison gecancelt – Reckenfeld hat zumindest noch die Chance, dass in diesem Sommer Aufführungen stattfinden. „Das ist abhängig von den Auflagen“, sagt Petra Niepel.

Wie diese Auflagen aussehen könnten ist derzeit allerdings genauso offen wie die Frage nach dem Zeitpunkt, zu dem sich diese Fragen klären werden.

Tag der offenen Tür fällt aus

Intern haben sich die Bühnen-Aktiven eine Frist gesetzt: Bis Ende Juni muss klar sein, ob noch was geht. Bis Mitte September könnte dann gegebenenfalls noch sechs mal die Pension Schöller und fünf Mal der Käfig voller Narren aufgeführt werden. Besser als nichts. Die empfindlichen Einnahmeausfälle könnten so immerhin etwas begrenzt werden.

Klar ist seit längerem, dass der Tag der offenen Bühne auf jeden Fall ausfällt. Dieser findet traditionell an Muttertag statt, am kommenden Sonntag wäre es also soweit. Aber die Corona-Schutzbestimmungen stehen dem Aktionstag entgegen. Besuchermassen, die sich auf dem Gelände aufhalten, sich gar in der Werkstatt, dem Fundus, der Nähstube drängeln – in Zeiten wie diesen undenkbar. Mal ganz abgesehen davon, dass üblicherweise schon erste Ausschnitte aus den eingeprobten Stücke gezeigt werden.

Der Ausfall des Tages der offenen Bühne trifft auch den Förderverein der Bühne, der in diesem Rahmen (und im Umfeld der Aufführungen) üblicherweise Bratwürstchen, Kuchen und Getränke verkauft. „Der Verein wird in diesem Jahr auch starke, finanzielle Einbußen haben“, fürchtet Petra Niepel.

Die Freilichtbühne in Tecklenburg hatte bereits im April die Saison abgesagt [WN+].

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