Altherren-Abteilung feiert 50-jähriges Bestehen
Als Handball-Legende Heiner Brand gegen RW Nienborg kickte

Nienborg -

Die Pokale, Wimpel gegnerischer Vereine und Zeitungsausschnitte in der großen Glasvitrine im Clubheim geben Zeugnis über die 50-jährige Geschichte der Alt-Herren-Abteilung von Rot-Weiß Nienborg.

Dienstag, 30.06.2020, 18:33 Uhr
Mit diesem Kader spielten die Alten Herren im Jahr 1973: (stehend von links) Betreuer Josef Helling, Alfons Benölken, Wilhelm Kuhnert, Kunibert Wermter, Josef Kauling, Hermann Benölken, Willibald Otte, Willi Kemper, Heinz Lammers, Franz Brunsmann, Felix Böcker, Betreuer Gerhard Emming,
Mit diesem Kader spielten die Alten Herren im Jahr 1973: (stehend von links) Betreuer Josef Helling, Alfons Benölken, Wilhelm Kuhnert, Kunibert Wermter, Josef Kauling, Hermann Benölken, Willibald Otte, Willi Kemper, Heinz Lammers, Franz Brunsmann, Felix Böcker, Betreuer Gerhard Emming, Foto: RW Nienborg

Das Jubiläum wollte die Abteilung in diesen Tagen eigentlich mit einem vereinsinternen Fußballturnier und einer Party gebührend feiern. Wegen der Corona-Krise fällt das Fest aus. Auch fiel die Planwagenfahrt Ende Mai nach Ellewick aus, wo mit der ersten Mannschaft deren Aufstieg gefeiert werden sollte. „Wir werden das Jubiläum intern feiern, wenn das Feiern wieder erlaubt ist“, sagt Abteilungsleiter Torsten Meister , der mit Geschäftsführer Markus Stöcker-Herbers und Kassierer Tobias Fabry seit einigen Jahren die Geschicke der Abteilung leitet. Sie hoffen, dass das Fest am 7. November und die Generalversammlung am 28. November stattfinden können.

Die Idee, die Abteilung ins Leben zu rufen, hatten einige Fußballer im Jahr 1970 in der Gaststätte Mümken. Schnell waren ausreichend ehemalige Seniorenfußballer gefunden, die weiter ihrem Hobby frönen wollten. Die Aufgaben als Betreuer und Kassierer übernahmen Josef Helling und Gerhard Emming.

Im ersten Jahr wurden acht Spiele ausgetragen. Im Jubiläumsjahr sind 60 Sportler Mitglied bei den Alten Herren – bei denen das runde Leder nicht mehr die Hauptrolle spielt.

Das Training findet dienstags unter Leitung von Frank Gesenhues und Henning Dust statt. „Freundschaftsspiele finden kaum noch statt. Das liegt am mangelnden Nachwuchs. Das Problem haben viele Vereine, nicht nur wir“, sagt Markus Stöcker-Herbers, der für den Spielbetrieb verantwortlich ist.

Sportlich gab es in den vergangenen fünf Jahrzehnten einige Höhepunkte: In den Neunziger-Jahren waren die WDR-Prominentenmannschaft und die Ruhrpott-Kicker mit zahlreichen ehemaligen Bundesliga- und Nationalspielern im Eichenstadion zu Gast. Unter ihnen waren namhafte Sportler wie Handball-Legende Heiner Brand , der ehemalige niederländische Nationalspieler Wille „Ente“ Lippens, Kult-Trainer Peter Neururer oder Schiedsrichter Walter Eschweiler.

Eine Sensation war der 8:1-Sieg der Altliga-Mannschaft im Halbfinale der Großkreismeisterschaft im Jahr 2003. Vor zwei Jahren siegten die Rot-Weißen bei der Dorfmeisterschaft gegen SC Ahle und SV Heek, als das Turnier erstmalig für Alte-Herren-Teams veranstaltet wurde.

Damit die vornehmlich älteren Spieler auch zukünftig noch gegen den Ball treten können, möchte der Verein Walking-Fußball anbieten. Die Planungen für einen ersten Workshop mit dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen laufen bereits.

„Jetzt steht bei uns die Geselligkeit im Mittelpunkt“, weist Torsten Meister auf jährlichen Aktivitäten wie die Pättkestour, das Abteilungsfest und die Mannschaftsfahrt hin. In all den Jahren standen Besuche am Rhein, an der Weser oder an der Ems, in der Schweiz mit Spielen gegen den FC Zürich und Touren nach Hamburg, Köln, Bremen, Düsseldorf oder in den Westerwald sowie Wintergänge auf dem Programm. Bei all ihren Aktivitäten bewies die Alt-Herren-Abteilung immer wieder ein gutes Herz und spendete die Erlöse beispielsweise an Bischof-Martin-Lammers oder den Franziskus-Kindergarten.

Auch wenn bauliche Aktivitäten im Eichenstadion zu erledigen sind, steht die Abteilung parat, wie bei der jährlichen Laubaktion. „In diesem Jahr erneuern wir den Fußweg vom Eingang bis zum Kabinengebäude“, hat Torsten Meister das Projekt fest im Blick. Ihr fußballerisches Können geben die Alten Herren als Trainer und Betreuer in den Jugend-Teams weiter. Bei den Heimspielen der ersten Mannschaft sind sie als Platzkassierer tätig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7475133?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F3814583%2F
Nachrichten-Ticker