Storno tritt wieder auf
Corona-Inventur auf der Freilichtbühne

Greven/Reckenfeld -

Die Kabarettisten von Storno treten Ende August zwei Mal auf der Freilichtbühne in Reckenfeld auf.

Samstag, 01.08.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 09:31 Uhr
Die Verantwortlichen der Kulturinitiative als Veranstalter, die Freilichtbühne und die beiden Stornos Harald Funke (links) und Jochen Rüther freuen sich auf die Vorstellungen.
Die Verantwortlichen der Kulturinitiative als Veranstalter, die Freilichtbühne und die beiden Stornos Harald Funke (links) und Jochen Rüther freuen sich auf die Vorstellungen. Foto: Peter Beckmann

Unter normalen Umständen wäre das keine Frage. Eine Stunde, und alles wäre weg. Aber: In Corona-Zeiten ist ja nix mehr normal und daher wird es spannend. Die Frage: Gehen die Karten für die beiden Vorstellungen des Kabarett-Trios weg wie warme Semmeln? Oder liegen sie wie Blei in der Geschäftsstelle der Freilichtbühne? Ganz genau weiß das natürlich im Vorfeld niemand. Aber: Das Duo vom Trio ist da durchaus optimistisch.

Obwohl das, was da geplant ist, für alle Beteiligten Neuland ist. Storno live draußen auf der Reckenfelder Freilichtbühne, das gab es noch nicht. Und dann noch mitten im Jahr. Denn normalerweise ziehen die drei Kabarettisten zum Jahresende Bilanz. Und was wird das jetzt? „Wir nennen unser Programm die Corona-Sonderinventur“, erzählt Harald Funke , der zusammen mit Jochen Rüther zum Pressetermin extra nach Reckenfeld gekommen ist.

Inhaltlich gehe es dabei – wie der Name es sagt – um die Zeit mit Corona. „Wir hatten während des Lockdowns ja jede Menge Zeit uns Gedanken zu machen und etwas auszuhecken“, erklärt Jochen Rüther. Er, Funke und Thomas Philipzen waren natürlich genau wie alle anderen Künstler betroffen, hatten so gut wie keine Auftritte. In Billerbeck auf der Freilichtbühne, im Autokino auf einem Schulhof – das war es dann auch schon.

Und deswegen freuen sie sich auf die beiden Auftritte auf der Reckenfelder Freilichtbühne. „Wir sind dankbar, dass wir überhaupt auftreten dürfen“, so die beiden Stornos.

Ausverkauft im Sinne des Wortes werden die beiden Vorstellungen aber mit Sicherheit nicht sein. Denn: „Die Leute sollen sich wohlfühlen und Abstand halten können. Man muss nicht unbedingt das ausreizen, was möglich wäre“, sagt Funke. Eine Vollbesetzung der Zuschauerreihen wäre möglich, ist aber mit einigen organisatorischen Auflagen verbunden. Aber da sind sich alle einig: das muss nicht sein.

Und so werden pro Vorstellung nur 300 Karten verkauft. „So kann dann auch eine schöne und gelöste Stimmung aufkommen“, sagt Rüther und verweist auf die Erfahrungen in Billerbeck. Und dort wurde noch etwas deutlich. „Die Leute waren froh, das etwas passiert, das man über Corona auch mal lachen darf“, so Funke.

Die beiden Storno-Vorstellungen finden am Freitag, 21. August und Samstag, 22. August jeweils um 20 Uhr statt. Geplant sind 90 Minuten nonstop. Karten kosten 20 Euro und können ab heute, 9 Uhr, online (www.reckenfeld-freilichtbuehne.de, und ab Montag 9 bis 12 Uhr auch telefonisch ( 02575 / 1566) bei der Freilichtbühne bestellt werden. Wer es gar nicht abwarten kann, kann am Montag auch direkt zur Geschäftsstelle der Freilichtbühne kommen.

Und falls es so kommt, wie sonst immer, die Karten also in Null-komma-nix verkauft sind, könnte es sogar die ein oder andere Zusatzveranstaltung geben.

Aber das ist – siehe oben – erst mal noch ungewiss.

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