Ungewöhnlicher Unfall an der B54
Fahrer nickt hinterm Steuer ein - Gaffer behindern Bergungsarbeiten

Steinfurt-Borghorst -

In Borghorst hat sich am Samstagmorgen auf dem Oranienring an der Anschlussstelle zur B54 ein ungewöhnlicher Alleinunfall ereignet. Der Fahrer eines Opel Astra war von der B54 offenbar zu rasch abgebogen und so in die Böschung geraten. Nach einer längeren Steilfahrt auf der Leitplanke stürzte der Wagen mehrere Meter tief.

Sonntag, 02.08.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 02.08.2020, 19:01 Uhr
Ungewöhnlicher Unfall an der B54: Fahrer nickt hinterm Steuer ein - Gaffer behindern Bergungsarbeiten
An dem Opel Astra entstand durch den Absturz in die Böschung massiver Sachschaden. Foto: Jens Keblat

Auf dem Oranienring in Borghorst hat sich am Samstagmorgen ein ungewöhnlicher Alleinunfall ereignet. Der Fahrer eines neueren Opel Astra (Baujahr 2018) war oin Höhe der B 54-Überführung in die bewaldete Böschung gerauscht. Nach einer längeren Rutschpartie auf der Leitplanke stürzte der Wagen mehrere Meter tief ab.

Rettungskräfte, Feuerwehr waren und Polizei waren um 7.19 Uhr alarmiert worden. Zunächst hieß es, ein Pkw würde brennen. Die Lage vor Ort stellte sich dann jedoch anders dar. Dort war der Opel metertief in die Böschung abgerutscht. Nach Angaben der Polizei war der Fahrer des Wagens, ein 21-jähriger Steinfurter, auf der Kreisstraße 78 aus Richtung Schöppingen unterwegs. Er war auf dem Heimweg von einer Nachtschicht. Er ist dann von der Fahrbahn abgekommen und auf die Leitplanke geraten. Nach rund 50 Metern landete er schließlich metertief in der Böschung.

Fahrer hat Glück im Unglück

Das Fahrzeug kam schließ in Bäumen zum Stillstand. Glück im Unglück: Der 21-Jährige war nur leicht verletzt. Er konnte sich eigenständig aus seiner misslichen Lage befreien und in Sicherheit bringen. Wäre er bewusstlos gewesen, sind sich die Einsatzkräfte sicher, hätte man ihn womöglich längere Zeit gar nicht gefunden, weil der Wagen von der Fahrbahn aus nicht mehr sichtbar war.

Ungewöhnlicher Alleinunfall an der B54

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  • In Borghorst hat sich am Samstagmorgen auf dem Oranienring an der Anschlussstelle zur B54 ein ungewöhnlicher Alleinunfall ereignet.

    Foto: Jens Keblat
  • Der Fahrer eines Opel Astra war von der B54 offenbar zu rasch abgebogen und so in die bewaldete Böschung geraten.

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  • Nach einer längeren Steilfahrt auf der Leitplanke stürzte der Wagen mehrere Meter tief. 

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  • Nur leicht verletzt konnte sich der Mann eigenständig aus seiner misslichen Lage befreien und in Sicherheit bringen.

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Der Mann habe am Unfallort eingestanden, dass er übermüdet gewesen und möglicherweise am Steuer wohl kurz eingenickt sei. Der von der Polizei durchgeführte Alkohol- und Drogentest verlief negativ.

Gaffer an der Einsatzstelle

Mit großem technischen Aufwand und viel Manpower hat die Feuerwehr im Rahmen eines längeren Einsatzes den Wagen gesichert. Der Fahrer wurde mit einem Rettungswagen ins Uniklinikum nach Münster gebracht. Ein Abschleppunternehmen konnte den Wagen schließlich mit einem kleinen Kran bergen. Den gesamten Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 7500 Euro.

Behindernde für die Hilfskräfte: Sie mussten sich auch um Gaffer kümmern. Ein Autofahrer etwa parkte seinen Wagen in der Abfahrt kurzerhand fast quer zur Fahrbahn direkt an der Absperrung, setzte den Warnblinker, zückte sein Mobiltelefon und fotografierte die Bergungsarbeiten – unter anderem auch eine Angehörige des Verunfallten. Mindestens ein Foto wurde direkt in einer lokal bekannten öffentlichen Facebook-Gruppe gepostet.

Darüber hinaus hat sich auch ein Radfahrer an der Polizeiabsperrung vorbeigemogelt und ist mit seinem Drahtesel auf die Einsatzstelle zugefahren, in der die Feuerwehr zur Sicherung des Wagens schwere Seilzugtechnik unter Spannung über die gesamte Straßenbreite eingesetzt hatte. Blaulicht und Einsatzgeschehen hatten offensichtlich nicht die erforderliche Wirkung auf den älteren Mann.

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