Verfahren wegen „Paragraf 219a StGB“
Nottulner Frauenarzt muss vor Gericht

Nottuln -

Detlef Merchel ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Seit 1993 betreibt er seine Praxis in Nottuln. Nun muss er vor Gericht. Der Vorwurf: verbotene Werbung für den Schwangerschaftsabbruch. Von Ludger Warnke
Freitag, 16.04.2021, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.04.2021, 19:00 Uhr
Das Amtsgericht Coesfeld verhandelt demnächst über eine Anklage gegen den Nottulner Frauenarzt Detlef Merchel. Er soll gegen den Paragrafen 219a StGB (Verbot der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch) verstoßen haben.
Das Amtsgericht Coesfeld verhandelt demnächst über eine Anklage gegen den Nottulner Frauenarzt Detlef Merchel. Er soll gegen den Paragrafen 219a StGB (Verbot der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch) verstoßen haben. Foto: dpa
Dem Nottulner Frauenarzt Detlef Merchel wird vorgeworfen, gegen den Paragrafen 219a Strafgesetzbuch (Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft) verstoßen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Zulassung ihrer Klage erreicht, sodass in Kürze der Fall vor dem Amtsgericht Coesfeld verhandelt wird. Infos aus medizinischer Sicht Detlef Merchel, 63 Jahre alt und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, betreibt seit 1993 seine Praxis in Nottuln. Er ist einer der wenigen Frauenärzte, der offen mittels Patientinnenbroschüren und über seine Homepage über das Thema Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Sicht informiert – sachlich und vorurteilsfrei. Und er informiert darüber, dass er unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen medikamentöse Abbrüche bis zur neunten Woche durchführt. Thema gehört in die Öffentlichkeit Detlef Merchel hätte das Gerichtsverfahren vermeiden können, wenn er diese Informationen von der Homepage genommen hätte.
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