Medizinische Mythen
Wächst bei Schluckauf das Herzchen?

Münster -

Angeblich wächst bei Schluckauf das Herzchen. Unser Redakteur Stefan Werding hat bei Elke Werner, Physiotherapeutin in der Kinderklinik des Uniklinikums Münster - unter anderem arbeitet sie auch mit Shiatsu, einer japanischen Form der Körpertherapie -, nachgefragt, was hinter diesem Mythos steckt.

Dienstag, 27.02.2018, 17:02 Uhr

Spezielle atemtherapeutische Griffe können helfen, das Zwerchfell zu entspannen.
Spezielle atemtherapeutische Griffe können helfen, das Zwerchfell zu entspannen. Foto: Colourbox.de

Frau Werner, stimmt es, dass bei Schluckauf das Herzchen wächst?

Elke Werner: Ja, oder jemand denkt gerade an dich.

Und was ist es wirklich?

Werner: Bei Schluckauf ist das Zwerchfell durch unterbewusst falsche Atmung verspannt. Die äußert sich durch den Schluckauf.

Wozu ist denn das Zwerchfell überhaupt gut?

Werner: Es ist der wichtigste Atemmuskel unseres Körpers.

Welche Tipps haben Sie denn gegen Schluckauf?

Werner: Erschrecken kann tatsächlich helfen. Dann macht man nichts anderes, als das Atmen des Betroffenen zu unterbrechen und so die Verspannung zu lösen. Es kann auch helfen, die Nase zuzuhalten und öfter zu schlucken, ohne zu atmen. Das ist kein Mythos. Vielmehr regt man so das vegetative Nervensystem an, die Atmung zu verändern. Mir liegt aber noch ein weiterer Tipp am Herzen: Es gibt einen traditionellen Akupunkturpunkt. Wird der entsprechend stimuliert, hat das Einfluss auf das Zwerchfell. Wir haben während unserer Behandlungen die Erfahrung gemacht, dass spezielle atemtherapeutische Griffe durchaus helfen können, das Zwerchfell zu entspannen.

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