Kommentar
NRW legt Kriminalitätsstatistik vor: Polizeiarbeit verstärken

Den Haustürschlüssel unter der Fußmatte oder am Haken im Carport, das Handy in der offenen Handtasche: Wer heute noch glaubt, in seinem Umfeld sei es sicher, der ist offensichtlich auf dem Holzweg. Mehr denn je gilt es, sich in den eigenen vier Wänden vor ungebetenen Besuchern zu schützen.

Montag, 12.03.2012, 19:03 Uhr

Die gestern von Innenminister Ralf Jäger vorgelegte NRW-Kriminalitätsstatistik verzeichnet eine Zunahme der Wohnungseinbrüche um 12,5 Prozent auf über 50 000 Einbrüche. Die Täter kommen heute bandenmäßig organisiert und ziehen von Ort zu Ort.

Dabei gehen sie mit einem erschreckenden Maß an Professionalität vor, dem auch die Polizei nur bedingt Herr werden kann. Wenngleich die Bürger selbst gefragt sind, sich von den Profis der Polizei in Sachen Einbruchschutz beraten zu lassen, kann das nicht die alleinige Lösung des Problems sein.

Die Polizei ist gefordert, die Aufklärungsquote von mageren 13,6 Prozent in diesem Bereich deutlich und schnell zu erhöhen. Nur das schreckt auf Dauer ab. Erschreckend ist auch die Zunahme der Taschendiebstähle. Hier muss das Land in den Großstädten schnell reagieren und die Polizeiarbeit verstärken. Aber auch da gilt: Kein Geldbeutel gehört in die offene Handtasche. Für diese Erkenntnis ist keine Polizeistatistik nötig. Wohl aber dafür, um für das Thema zu sensibilisieren.

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