Kriminalitätsstatistik
Vorsicht, Taschendiebe!

Eine Übersicht über Münster und die Kreise im Münsterland:

Montag, 12.03.2012, 19:03 Uhr

Kriminalitätsstatistik : Vorsicht, Taschendiebe!
Foto: Jürgen Christ (Grafik)

Münster - Jede zweite Straftat ist ein Diebstahl

Polizei in Münster hat im zurückliegenden Jahr 28 981 Straftaten verzeichnet – eine Zunahme von 1,2 Prozent im Vergleich zu 2010. Die Aufklärungsquote liegt bei 43 Prozent und ist damit um etwa 3,5 Prozent gesunken. Mit 53 Prozent machen Diebstahlsdelikte mehr als die Hälfte aller registrierten Straftaten aus. Dabei ist die Zahl der Fahrraddiebstähle erstmals unter die Marke von 5000 gesunken. Eine Zunahme gab es dagegen bei den Wohnungseinbrüchen: 483 versuchte und vollendete Fälle wurden in der Stadt verzeichnet. Das sind 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch die Straßenkriminalität hat zugenommen. (-da-)

Kreis Borken - Schmuggel und Fahrradklau

Im Kreis Borken ist jedes fünfte Kriminaldelikt ein Fahrraddiebstahl: 5154 Fietsen wurden allein 2011 als gestohlen gemeldet. Was der Polizei aber mehr Sorgen macht: Die Zahl der Raubdelikte stieg im Westmünsterlandkreis im Vorjahr um 13,2 Prozent, die der Wohnungseinbrüche sogar um 14,2 Prozent. Gleichwohl bleibt die Kriminalität im Kreis Borken unter dem Landesschnitt.

Wegen der Nähe zu den Niederlanden schnappen Polizei und Zoll viele Drogenschmuggler im Kreis Borken: 2491 waren es im Vorjahr, von denen allein 1900 als Cannabis-Schmuggler eher „kleine Fische“ waren.(-job-)

Kreis Coesfeld - Weniger straffällige Jugendliche

Rückläufige Zahlen in  fast allen Kriminalitätsbereichen verzeichnete die Polizei im Kreis Coesfeld im vergangenen Jahr. Die Gewaltkriminalität ging von 341 Fällen im Jahr 2010 auf 305 zurück. Ausreißer im negativen Sinne waren die Wohnungseinbrüche, deren Zahl sich von 306 auf  321 erhöhte. Positiv vermeldet wurde, dass die Jugendkriminalität auf den niedrigsten Stand seit 2003 sank.  Ursache dafür, so Ulrich Kinitz, Leiter der Direktion Kriminalität, könnte aber auch schon der demografische Wandel sein. Bisherige Täter seien in höhere Altersgruppen aufgerückt und von unten kämen weniger nach. (-ds-)

Kreis Steinfurt - Deutlich mehr Einbrüche

Einen deutlichen Anstieg der Wohnungseinbrüche um 7,8 Prozent auf 571 (davon 181 Tageseinbrüche) nimmt die Kreispolizei Steinfurt zum Anlass, dieses Delikt noch stärker als bisher schon als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in 2012 zu definieren. Die Aufklärungsquote liegt bei 28,37 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl der Delikte im Kreis Steinfurt seit Jahren wieder an, und zwar um 7,81 Prozent auf 28 209. Das entspricht ungefähr dem Niveau von 2007.

Praktisch unverändert blieb mit 685 die Zahl der Gewaltdelikte. Die Zahl der Fahrraddiebstähle erreichte mit 3811 einen historischen Tiefstand. (-gir-)

Kreis Warendorf - Gegen den Trend

793 Straftaten weniger als im Vorjahr bearbeitete die Polizei im Kreis Warendorf. Insgesamt wurden 14 237 Delikte angezeigt. „Niedrigere Zahlen hatten wir zuletzt vor 20 Jahren“, freute sich Landrat Dr. Olaf Gericke. Im vierten Jahr in Folge wurde auch mehr als die Hälfte der Straftaten aufgeklärt – die Quote liegt bei 52,78 Prozent. Die Polizei registrierte aber einen erheblichen Anstieg bei Taschendiebstählen (von 102 auf 276). Steigende Zahlen gab es auch bei häuslicher Gewalt. Hier wurden 34 Delikte mehr gezählt. Entgegen dem Landestrend ging dagegen die Zahl der Wohnungseinbrüche zurück (von 372 auf 333). (-bk-)

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