Fracking
Gelsenwasser kritisiert Gutachten als unzureichend

Gelsenkirchen/Münsterland - Der Wasserversorger Gelsenwasser hat das Fracking-Gutachten einer Expertenrunde des Energiekonzerns Exxon Mobil als unzureichend kritisiert. Die Studie befasse sich nur mit den Gegebenheiten auf den geplanten Frack-Feldern des Konzerns, erklärte Gelsenwasser am Montag in Gelsenkirchen.

Montag, 30.04.2012, 15:04 Uhr

Fracking : Gelsenwasser kritisiert Gutachten als unzureichend
Gelsenwasser: Studie in keinem Fall allgemeingültig. Foto: Bernd Thissen/Archiv Foto: dpa

"Sie ist daher in ihren Aussagen in keinem Fall als allgemeingültig anzusehen.“ Der Energieanbieter setze deshalb auf die Ergebnisse von Gutachten der nordrhein-westfälischen Landesregierung und des Bundesumweltministeriums . Das NRW-Gutachten soll im Sommer vorliegen.Aus der Exxon Mobil-Studie gehe hervor, dass noch nicht genug Daten vorhanden seien, um Fracking-Risiken „wissenschaftlich fundiert“ abschätzen zu können, betonte der Wasserversorger . Unklar sei etwa, wie mit Chemikalien belastete Frack-Abwässer sicher entsorgt werden sollten. Der Dienstleister Gelsenwasser ist neben dem Trinkwasser- auch im Erdgasgeschäft tätig.Mit der umstrittenen Fracking-Methode wollen Energiekonzerne Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten fördern. Um dem Gestein das Gas zu entlocken, wird ein Wasser-Sand-Gemisch in den Boden gepresst, das auch Chemikalien enthält.

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