„Die haben keine Lust auf das Projekt“
FDP: Ausbau wichtiger Straßen unklar

Düsseldorf/Münster -

Es geht um eine der wenigen Verkehrsachsen durch Westfalen – die Bundesstraßen zwischen Münster und Bielefeld. Doch der Ausbau der Bundesstraße 51 und der B 64 scheint in Düsseldorf ein ungeliebtes Thema zu sein, hat der Coesfelder FDP-Abgeordnete Henning Höne als Eindruck gewonnen. „Die haben keine Lust auf das Projekt“, sagte er gestern unserer Zeitung. Ihn hat die Antwort von Verkehrsminister Michael Groschek auf eine Kleine Anfrage, die er mit vier westfälischen FDP-Abgeordneten formuliert hatte, ernüchtert.

Freitag, 12.10.2012, 09:10 Uhr

Bundesstraße 51
Reger Verkehr auf der B 51 zwischen Münster und Warendorf. Foto: Andreas Große Hüttmann

Der Minister sagt darin zu, sich „im Rahmen der Einstufungen im Bundesfernstraßenbedarfsplan“ für den Ausbau der Achse starkzumachen. Dabei geht es vor allem um Ortsumgehungen für Warendorf , Beelen und Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh), wo täglich mehr als 13 000 Autos und Lastwagen durch die Orte fahren. Minister Groschek betont, die Bundesregierung habe die Mittel für den Neubau von Straßen kräftig gekürzt. In der Priorität seien darum viele Projekte nach hinten gerutscht.

„Er versteckt sich hinter Formalia“, wirft Höne dem Minister vor. Damit rede er an den Menschen vorbei. „Er lässt die Anwohner auf der Straße stehen.“ Die können sich immerhin ab dem 22. Oktober im Internet informieren, was die Lärmmessungen vor ihrer Tür ergeben haben ( umgebungslaerm.nrw.de ). Dass sich der Witz, Bielefeld gebe es gar nicht, so lange hält, hat für Höne einen ernsten Hintergrund: Es fehlen Verkehrsanbindungen. Er fordert eine höhere Gewichtung der Westfalen-Achse.

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