NRW
Autobahnbrücke wird Denkmal - Kritik vom Bund der Steuerzahler

Beckum/Düsseldorf - Die Verwendung einer Autobahnbrücke als Denkmal auf einem Rastplatz erntet scharfe Kritik vom Bund der Steuerzahler. Der Grund: Weil die 74 Jahre alte Spannbeton-Brücke über die A2 bei Beckum nicht mehr ausreichend belastbar war, muss sie ersetzt werden. Ein Abriss kam aber nicht in Frage, weil sie unter Denkmalschutz steht. Die Brücke wurde ab- und auf einem eineinhalb Kilometer entfernten Rastplatz wieder aufgebaut. Die Maßnahme kostete insgesamt 310 000 Euro.

Mittwoch, 03.10.2012, 19:10 Uhr

Die Sprecherin des Bundes der Steuerzahler NRW , Bärbel Hildebrand , sagte der Bild-Zeitung (Donnerstag): «Diese Brücke ist ohne Nutzen. Bei allem Verständnis für den Denkmalschutz: Unser Finanzminister sucht gerade Einsparpotenziale. Hier sollte er doch fündig werden.» Ein Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau wies die Kritik zurück: «Wir müssen die Brücke als Baudenkmal erhalten», sagte Markus Nigmann von Straßen.NRW. Denn seit 1991 stehe sie als technisches Denkmal in der Denkmalliste.

Die Brücke steht jetzt auf dem Rastplatz «Vellern» auf Pfeilern. Sie soll Treppen bekommen, so dass man hinübergehen kann sowie eine Denkmal-Plakette. Hildebrand kritisiert diesen Denkmalschutz als überzogen: «Manchmal muss man pragmatisch sein und an die Kosten denken.»

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