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Prozess um Schieder-Pleite: Bewährungsstrafe und Geldauflage

Detmold (dpa/lnw) - Im letzten Prozess um die Pleite des Möbelriesen Schieder hat das Landgericht Detmold den ehemaligen Finanzchef zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem sprach das Gericht eine Bewährungsauflage von 300 000 Euro aus, die der ehemalige Beiratsvorsitzende zahlen muss. Das Gericht verurteilte ihn wegen Beihilfe zum Kreditbetrug in drei Fällen. Das Verfahren gegen den 76-Jährigen ehemaligen Finanzchef war aus Gesundheitsgründen vom ersten Prozess abgetrennt worden.

Mittwoch, 26.06.2013, 16:31 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.06.2013, 16:25 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.06.2013, 16:31 Uhr

Der Angeklagte hatte zum Auftakt des Verfahrens eingeräumt, von Fehlern in der Bilanz für 2001 gewusst, diese aber verschwiegen zu haben. Die Schieder-Holding mit rund 11 000 Mitarbeitern hatte 2007 Insolvenz angemeldet. Die Pleite gilt als einer der größten Kriminalitätsfälle in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Der Firmengründer und drei seiner Manager waren 2011 im ersten Prozess wegen Kreditbetrugs zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt worden.

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