Energie
Dividendenkürzung bei RWE belastet Kommunen schwer

Essen (dpa) - Die drastische Dividendenkürzung beim Energieversorger RWE trifft die Kommunen als Anteilseigner im nächsten Jahr schwer. Sie müssen auf rund 150 Millionen Euro Einnahmen verzichten. Städte und kommunale Stadtwerke und Gesellschaften halten an dem Essener Konzern traditionell einen hohen Anteil von derzeit etwa 24 Prozent. Für die Dortmunder Stadtwerke DSW 21 bedeutet die Kürzung beispielsweise gut 19 Millionen Euro Einnahmen weniger im kommenden Jahr. Die Stadt Mülheim muss auf etwa 10 Millionen Euro verzichten, Essen auf etwa 19 Millionen, wie Sprecher am Freitag vorrechneten.

Freitag, 20.09.2013, 13:09 Uhr

Die Einnahmeverluste belasten vor allem die hoch verschuldeten Städte im Ruhrgebiet schwer, dennoch gab es Verständnis. RWE-Aktien seien für DSW 21 auch strategisch zur Standortsicherung wichtig. In der Vergangenheit habe es schließlich auch Dividenden deutlich über dem heutigen Niveau gegeben, erklärte DSW 21-Chef Guntram Pehlke . RWE hatte am Donnerstagabend eine Halbierung der Dividende für das laufende Jahr angekündigt. Die Dividende wird 2014 ausgezahlt. Zudem will der zweitgrößte deutsche Strom- und Gaskonzern nach Medieninformationen rund 3000 Stellen abbauen. RWE leidet stark unter dem Preisverfall an den Strombörsen.

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