Prozesse
Zschäpe bei Bombenanschlag in Köln? Gericht prüft neue Spur

München (dpa) - Das Oberlandesgericht München prüft eine neue Spur zum Bombenanschlag der NSU-Terroristen in Köln. Wie der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Donnerstag sagte, sind auf Videoaufnahmen einer Überwachungskamera Bilder einer Passantin zu sehen, «bei denen man an eine gewisse Ähnlichkeit mit Frau Zschäpe denken könnte». Er habe beim Bundeskriminalamt «Maßnahmen zur Verbesserung von Bildqualität und Vergrößerung» in Auftrag gegeben, sagte Götzl.

Donnerstag, 10.10.2013, 17:10 Uhr

Die Bilder wurden in der Nähe der Keupstraße in Köln aufgenommen, wo die Terroristen 2004 eine Nagelbombe zündeten. Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen sind die beiden Komplizen der Hauptangeklagten Beate Zschäpe , Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, auf den Aufnahmen zu sehen. Sie schieben ein Fahrrad mit dem Sprengsatz zum Tatort.

Bislang gibt es keine belastbaren Hinweise, dass Zschäpe selbst bei den Anschlägen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» ( NSU ) in Nähe der Tatorte gewesen sein könnte. Sie ist als Mittäterin angeklagt, weil sie für die legale Fassage der Gruppierung gesorgt haben soll. Mundlos und Böhnhardt sind tot.

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