Urteile
Urteil: Mithaftung bei nicht aufgestelltem Warndreieck

Hamm (dpa/lnw) - Wer auf der Autobahn anhält und kein Warndreieck aufstellt, haftet bei einem Unfall zur Hälfte mit für den Schaden. Einen entsprechenden Beschluss hat das Oberlandesgericht Hamm am Donnerstag veröffentlicht und damit ein Urteil des Landgerichts Münster verändert (Az.: 26 U 12/13). In dem Streitfall hatte ein Lkw-Fahrer aus gesundheitlichen Gründen auf einem Autobahnstück ohne Seitenstreifen seinen Laster am rechten Fahrbahnrand angehalten und nur den Warnblinker eingeschaltet. Ein anderer Laster streifte wenig später den abgestellten Lkw. Es entstand Sachschaden. Nach Ansicht der Richter muss ein Fahrer nach einem berechtigten Notstopp entweder weiterfahren oder alle in der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen ergreifen. «Nur Warnblinkanlage reicht nicht», so das Gericht.

Donnerstag, 21.11.2013, 14:11 Uhr

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