Umweltverschmutzung
Suche nach Ölleck: Möglicher Schaden in 216 Metern Tiefe

Gronau (dpa/lnw) - Auf der Suche nach der Ursache des ausgetretenen Öls im Münsterland meldet die Bezirksregierung Münster einen möglichen Schaden im Rohr-System. «Wir haben mit Videoaufnahmen in 216 Metern Tiefe eine Unregelmäßigkeit gefunden. Da fehlt etwas an der Verbindung zweier Rohre, es könnte auch ein Riss sein», sagte Werner Isermann von der Bergaufsicht am Montag zur dpa.

Montag, 26.05.2014, 17:05 Uhr

Genauer könnten die Experten den Fund aber noch nicht einordnen, da die Video-Technik wegen des restlichen Öls in der Leitung keine klaren Bilder liefere. Ein erster Drucktest des Leitungen bis in eine Tiefe von 200 Meter habe keinen Befund ergeben, so der Sprecher. Seit Sonntag pressen die Experten abschnittsweise Wasser unter Hochdruck in das System. Ist es dicht, bleibt der Druck konstant. In der zweiten Stufe wird jetzt das Rohrsystem, das einen unterirdischen Ölspeicher mit der Oberfläche verbindet, von Meter 200 bis 1070 überprüft.

Unter dem Gebiet wird in über 1000 Metern Tiefe Öl für die nationale Ölreserve gelagert. Mitte April hatte ein Landwirt eine große Lache auf einer Weide entdeckt. Es war ein Gemisch aus Öl und Wasser. Seitdem wird nach der Ursache geforscht.

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