Nationaler Bildungsbericht
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Berlin/Münster -

Licht und Schatten liegen beim fünften nationalen Bildungsbericht nah beieinander. Frühkindliche Bildung und Betreuung boomen, der Trend zu höheren Schulabschlüssen setzt sich fort, es gibt so viele Studienanfänger wie noch nie, stellen die Forscher fest. Aber es ist auch eine hohe Wechsel- und Abbrecherzahl im Schul- und Hochschulbereich zu verzeichnen.

Samstag, 14.06.2014, 13:06 Uhr

Besonders sticht dabei hervor, dass die Schülerzahl an Gymnasien im Verlauf der Jahrgangsstufen 5 bis 9 durch den Wechsel auf andere Schulformen bundesweit erheblich sinkt: Jeder zehnte Pennäler scheitert. Eine Zahl, die zumindest die Statistiken in NRW konterkariert. Der Zulauf zum Gymnasium ist zwischen Rhein und Weser unvermindert groß, Rückgänge sind nach Angaben der Statistiker vorrangig dem demografischen Wandel zuzuschreiben.

Deshalb äußert sich auch die Geschäftsführerin der Landeselternschaft an Gymnasien in NRW, Barbara Kols-Teichmann , sehr „erstaunt“ über den bundesweiten Befund, der allen Rückmeldungen der NRW-Schulen widerspreche. Sie verwies auf die verbesserte individuelle Förderung und den Innovationsschub an NRW-Gymnasien.

„Die eingeleiteten Modernisierungen des Bildungssystems zeigen Wirkung. Der Bildungsstand der Bevölkerung ist gestiegen“, freute sich Bildungsministerin Johanna Wanka bei der Vorstellung des Berichtes. Weitere Daten:► 57 Prozent der jungen Leute verlassen die Schule mit der Hochschulreife.► Die Abhängigkeit der Schulleistungen von der sozialen Herkunft konnte erkennbar verringert werden.► Während der Anteil der Schüler ohne Hauptschulabschluss gesunken ist, erhöhen sich die Quoten für den Mittleren Abschluss und die Allgemeine Hochschulreife.► Der Bachelor ist zum häufigsten Studienabschluss geworden.

 

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