Muslim soll Schützenkönig bleiben
Präses des Bundes äußert sich

Werl/Köln - Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) will am Mittwoch über den Fall des muslimischen Schützenkönigs von Werl beraten. Der Präses des Bundes, Monsignore Robert Kleine, sieht kein Problem darin, dass Mithat Gedik sein Amt behält. Zugleich verteidigte Kleine in der «Rheinischen Post» aber die strikten Statuten der Schützenbruderschaften, die dem Reglement zufolge eigentlich nur Christen aufnehmen dürfen.

Mittwoch, 06.08.2014, 15:56 Uhr aktualisiert: 06.08.2014, 16:24 Uhr
Mithat Gedik (M.) hatte am 18.7.2014 beim Schützenfest in Werl-Sönnern den Vogel abgeschossen und wird von seinen Schützenbrüdern gefeiert. Foto: dpa
Mithat Gedik (M.) hatte am 18.7.2014 beim Schützenfest in Werl-Sönnern den Vogel abgeschossen und wird von seinen Schützenbrüdern gefeiert. Foto: dpa

Der BHDS hatte zunächst die Abdankung des muslimischen Schützenkönigs Gedik gefordert, der mit einer Katholikin verheiratet ist und mit ihr vier getaufte Kinder hat. Die Forderung war bundesweit auf scharfe Kritik gestoßen. Monsignore Kleine , Domdechant von Köln , ist als Präses der höchste Vertreter der katholischen Kirche im Bund der Schützenbruderschaften . «Mithat Gedik ist Schützenkönig und soll auch Schützenkönig bleiben», sagte Kleine der Zeitung.

Viele historische Schützenbruderschaften seien ein katholischer Verein, betonte Kleine. Es gebe aber darüber viel Unkenntnis, offenbar auch in den eigenen Reihen, sonst wäre Gedik gar nicht in Werl aufgenommen worden. Der Werler Pastor Christoph Severin, zugleich Präses der örtlichen Schützbruderschaft, hatte dagegen kritisiert, das Problem mit Gedik liege ganz allein beim Verband.

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