Prozesse
Kind in Lebensgefahr: Bewährungsstrafe für den Vater

Moers (dpa/lnw) - Für die lebensgefährliche Misshandlung seines zwei Monate alten Sohnes ist ein Vater in Moers zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 38-Jährige gestand am Mittwoch, das schreiende Baby geschüttelt zu haben. Das Gericht hatte dem Mann im Gegenzug für das Geständnis die Bewährung in Aussicht gestellt.

Mittwoch, 04.02.2015, 17:46 Uhr

Der Familienvater aus Kamp-Lintfort sei gesundheitlich angeschlagen und nach mehreren Operationen überfordert gewesen. Auch habe es zuvor oder danach keinerlei Übergriffe auf Kinder der Familie gegeben. Eine Inhaftierung würde der Familie eher noch mehr schaden. «Die Gefahr einer ähnlichen Tat sehen wir als nicht gegeben an», sagte der Richter.

Bei der Einlieferung ins Krankenhaus im September 2013 war bei dem Baby ein Schütteltrauma mit Einblutungen in die Hirnhaut und Blutungen in den Augennetzhäuten festgestellt worden.

Der Prozess war bereits im September gestartet, wegen eines neuen Gutachtens aber ausgesetzt worden. Der Verteidiger hatte überraschend angegeben, die Verletzungen des Kindes seien möglicherweise schon durch die schwierige Geburt hervorgerufen worden.

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