Extremismus
Präventionsprogramm «Wegweiser» in Wuppertal

Das Programm «Wegweiser» gegen gewaltbereiten Salafismus kommt nach Wuppertal. Dort waren vor einiger Zeit radikale Islamisten als «Scharia-Polizei» aufgekreuzt. Die Empörung war groß.

Dienstag, 07.04.2015, 06:03 Uhr aktualisiert: 07.04.2015, 06:12 Uhr

Wuppertal (dpa/lnw) - In Wuppertal wird heute eine weitere Anlaufstelle im Rahmen des Präventionsprogramms gegen gewaltbereiten Salafismus eröffnet. Es ist die vierte Einrichtung im Rahmen des Programms « Wegweiser » in Nordrhein-Westfalen . Damit soll das Abgleiten junger Leute in den gewaltbereiten Salafismus verhindert werden. Die islamistische Gruppe hat inzwischen etwa 1900 Anhänger in NRW, die Zahl ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Nordrhein-Westfalen gilt als Hochburg. Ziel der Salafisten ist laut Verfassungsschutz eine vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft - und ein islamischer «Gottesstaat», in dem Grundrechte außer Kraft gesetzt sind.

Die neue Anlaufstelle in Wuppertal ist für das Bergische Land zuständig. In Wuppertal waren vor einigen Monaten Salafisten als selbst ernannte «Scharia-Polizei» aufgetaucht. In Solingen hatten Salafisten am 1. Mai 2012 Polizeibarrikaden gestürmt und Polizisten verletzt.

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